19. August 2010

Vom Entstehen der kindlichen Wahrnehmung

Polizisten und Frauen in einer Kleinstadt
Vom Entstehen der kindlichen Wahrnehmung
Philip Gröning (»Die grosse Stille«) hat die Dreharbeiten zu »Die Frau des Polizisten« abgeschlossen. Im Film erzählt Philip Gröning die Geschichte eines Paares, das in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt ihr gemeinsames Kind aufzieht. Das Entstehen der kindlichen Wahrnehmung, des Vertrauens, der Eigenständigkeit des Kindes bilden das Zentrum des Films, von dem aus die Verstrickungen, Konflikte und Verhärtungen zwischen den Erwachsenen sichtbar werden. Der geschlossene Kosmos der Kleinstadt ist der Hintergrund des formal strengen und poetischen Films. Wie entsteht für einen Menschen die Welt? Und wie geht sie verloren? Die Hauptrollen übernahmen Alexandra Finder und David Zimmerschied. An ihrer Seite spielen Katharina Susewind, Horst Rehberg und Lars Rudolph (Foto). Der Film soll im Herbst 2011 in die Kinos kommen. Ein Film über die Tugend der Liebe, auch die Tugend der Freude. Und den Schmerz. Das in geradezu klaustrophobischer Enge inszenierte Familienbild wurde von Mai bis Ende Juli im nahe der niederländischen Grenze gelegenen Stadtlohn im Münsterland und dessen Umgebung gedreht.   Um sich ganz auf die Arbeit mit den Schauspielern konzentrieren zu können, insbesondere auf die Darstellerinnen der kleinen Clara (4), die Gröning mit eineiigen Zwillingsschwestern besetzt hat, verzichtete der Regisseur erneut gänzlich auf ein Drehbuch. Gerade Kinder sollen seiner Ansicht nach keine Szenen nachspielen, sondern Situationen sensibel mit Ihnen erarbeitet werden.