Geh und sieh

Drama, UdSSR 1985, 146 min

Elem Klimow stellte1985 seinen Antikriegsfilm »Geh und sieh« vor, der verstörend naturalistisch den Horror des Krieges schildert. Zu Beginn der Geschichte findet der Junge Fljora ein Gewehr, mit dem er zu den Partisanen geht. Diese nehmen ihn jedoch nicht mit in den Kampf, gemeinsam mit dem Mädchen Glascha bleibt er enttäuscht zurück. Wieder in seinem Dorf, findet der Junge seine Familie nicht mehr - die Faschisten haben ein Massaker angerichtet. Aber das Grauen hat für Fljora noch kein Ende: er gerät in eine Vernichtungsaktion der Deutschen, die Frauen, Kinder und Greise in die Dorfkirche sperren, um sie dann zu verbrennen. Fljora entkommt wie durch ein Wunder. Nach ihrer Gefangennahme zeigt sich die ganze Feigheit und Kläglichkeit der Aggressoren; im Unterschied zu jenen kann sich Fljora jedoch seine Menschlichkeit bewahren.
Das Dorf Chatyn, auf dessen Schicksal sich der Film bezieht, war eines jener 628 Dörfer, die zwischen 1941 und 1944 in Belorussland von den deutschen „Einsatzgruppen“ in einer perversen Mischung aus penibler Pflichterfüllung und rauschhafter Mordlust auftragsgemäß ausgelöscht wurden.