20. April 2018

Generationen, Hanami und Doris Dörrie

Start der Dreharbeiten zu »Kirschblüten & Dämonen«
Generationen, Hanami und Doris Dörrie

Vor wenigen Tagen fiel die erste Klappe zu Doris Dörries neuestem Kinofilm »Kirschblüten & Dämonen«, mit dem die Regisseurin an »Kirschblüten Hanami« anknüpft. Zehn Jahre nach ihrem Kinoerfolg steht diesmal der jüngste Sohn Karl im Mittelpunkt der Handlung. Die Dreharbeiten laufen noch bis Mitte Juli im Allgäu und Japan. Der Spielfilm startet 2019 in den Kinos. 

 

Regisseurin und Autorin Doris Dörrie führt in dem neuen Film die Generationen zusammen und erzählt die Weiterführung von »Kirschblüten Hanami« – diesmal aus der Sicht der Kinder. Aus der Perspektive des jüngsten Sohnes Karl erforscht Doris Dörrie die innere Wahrheit der Figuren, ihre ihnen ganz unverwechselbar eigene Schönheit, Hässlichkeit und ihre Widersprüche, die sie menschlich machen – bis hin zur Frage, woher man eigentlich weiß, ob man tot oder lebendig ist.

 

Doris Dörrie inszeniert Golo Euler in der Rolle von Karl, an der Seite von Aya Irizuki als Yu. In weiteren Rollen spielen erneut Hannelore Elsner und Elmar Wepper als Rudi und Trudi sowie Floriane Daniel als Karls Schwägerin. Felix Eitner und Birgit Minichmayr sind als Karls Geschwister besetzt. Komplettiert wird die Hauptbesetzung von Sophie Rogall in der Rolle von Karls Frau. 

 

»Kirschblüten & Dämonen« ist eine Produktion der Olga Film von den Produzentinnen Viola Jäger und Anita Schneider in Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk und ARTE. 

 

Foto: Regisseurin Doris Dörrie am Set von »Kirschblüten & Dämonen« mit ihren Hauptdarstellern Golo Euler (links) und Aya Irizuki (2.v.r.) sowie Kameramann Hanno Lentz, © Mathias Bothor

 

Inhalt: 

Zehn Jahre nach dem Tod von Rudi (Elmar Wepper) und Trudi (Hannelore Elsner) steht ihr jüngster Sohn Karl (Golo Euler) vor den Trümmern seines Lebens: Er trinkt, hat seinen Job verloren und lebt getrennt von Frau und Kind. Seine schwarzen Dämonen lassen sich bloß mit Alkohol besänftigen. Karl weiß nicht mehr, wer er ist. Wie eine Halluzination taucht plötzlich Yu (Aya Irizuki) auf, unfassbar und geheimnisumwoben. Yu erscheint wie eine Andeutung aus einer vergangenen Welt und hebt das Leben von Karl aus den Angeln. Nur widerwillig begleitet Karl sie in sein leerstehendes Elternhaus, allzu lebendig sind die Erinnerungen an die Eltern und die eigene, schwierige Kindheit. Warum lassen die toten Eltern Karl nicht frei? Welche Dämonen verfolgen Karl? Mit Dämonen und Gespenstern hat Yu Erfahrung, was an ihrer japanischen Herkunft liegt. Dort sind sie ganz real und mächtig, und man lernt schon als Kind, wie man mit ihnen umzugehen hat: Man lädt sie ein auf eine Tasse Tee.