16. November 2009
Gewöhnliche Leute

Das serbische Kriegsdrama »Ordinary Peopel« (Obicni Ljudi) von Vladimir Perisic erhielt zwei Hauptpreise – der erste für den besten Film und ein weiterer für Relja Popovic als herausragenden Darsteller.
„Die Entscheidung war schnell und einstimmig“, sagte die russische Produzentin Kira Saksaganskaya von der Firma Mosfilm als Mitglied der Internationalen Festivaljury. „Dieser Film hat alles, was einen wirklich guten Film ausmacht: Eine starke Geschichte, herausragende Darsteller und eine erstaunlich differenzierte Konstruktion des Films.“
Der Film erzählt von einer namenlosen Spezialeinheit, die in einem ungenannten Kriegsgebiet Kriegsverbrechen begeht. Hauptdarsteller Relja Popovic überzeugte dabei als junger Soldat Dzoni, der sich ahnungslos zur Armee meldet und den Befehl erhält, Zivilisten zu erschießen.
Insgesamt eiferten 10 Filme aus Osteuropa, von Albanien bis Aserbaidschan um den Preis. Auch konnte das Festival einem neuen Rekord von 18.900 Besuchern vermelden. Mehr als 600 Fachgäste aus der Filmbranche waren anwesend, darunter 85 Regisseure und Schauspieler sowie zahlreiche Produzenten.
Der georgische Nachwuchsregisseur Zaza Rusadze bekam den Cottbus Discovery Award. “Mit diesem Preis zeichnet die Jury einen der talentiertesten Filmemacher Georgiens aus”, erklärte Festivaldirektor Roland Rust. Der 1977 in Tblissi geborene Regisseur studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam-Babelsberg, und kehrte nach seinem Studium in seine kaukasische Heimat zurück. “Damit verkörpert Rusadze wie kein anderer die Hoffnung auf eine Wiederbelebung des einst blühenden Filmschaffens in dieser Region”, so Rust weiter.
http://www.filmfestivalcottbus.de/