Die eiserne Lady

Drama, Großbritannien 2011, 105 min

Der Film erzählt die Geschichte Margaret Thatchers, der ersten Regierungschefin Großbritanniens, er ist eine fesselnde und faszinierende Studie der Macht und des Preises, den man dafür bezahlen muss. Gleichzeitig ist er ein überraschendes und intimes Portrait einer außergewöhnlichen und komplexen Frau. Margaret Thatcher (Meryl Streep) hob Barrieren zwischen Geschlechtern und Klassen auf und behauptete sich in einer bis dahin von Männern dominierten Welt. Sie war unverwechselbar in Stil, Gestus und politischer Haltung bei der Durchsetzung ihrer Ziele. Dafür wurde sie einerseits gefürchtet und andererseits verehrt. Ein Mythos. Der Film zeigt die entscheidenden Momente und Wendepunkte in ihrem Leben, auch sehr ikonografische Momente. Wir sind Zeugen eines Prozesses, der sie an die Spitze der Partei führt und der Verwandlung ihres Images, das darauf folgt. Margaret Thatcher musste vieles opfern und mit den unangenehmen Nebeneffekten ihrer Karriere fertig werden, was ihr das Gefühl gab, isoliert zu sein. Dieses Gefühl der Isolation zieht sich durch die gesamte Geschichte. Ihr Führungsstil wird über die Jahre zunehmend autokratischer, er spaltet die Nation, und Downingstreet Nr. 10 muss sie am Ende schweren Herzens verlassen. Aber auch der Verlust ihres Mannes hatte ihr stark zugesetzt, Denis, der immer loyal, liebevoll und zu schrägen Späßen aufgelegt an ihrer Seite war.
Trotz allem ist »Die Eiserne Lady« kein politischer Film. Es geht um ihr öffentliches und ihr privates Leben, die Spannung zwischen Vergangenheit und ihrer Gegenwart und um eine Liebesgeschichte, erzählt aus ihrer Perspektive.
Meryl Streep spielt die „Eiserne Lady“ dabei über einen Zeitraum von 40 Jahren nicht nur überzeugend, sondern brillant.
BSC