Wild Child

Komödie, USA 2008, 98 min

Poppy Moores (Emma Roberts) Leben ist klasse. Sie fährt ein Luxusauto, trägt nur Designerkleidung, lebt in einem Haus am Strand Malibus, hat von fast allem reichlich und ist der High-Society-Star ihrer Schule. Poppy Moore ist quasi Paris Hilton mit sechzehn. Trotzdem fehlt ihr etwas. Glück und Zufriedenheit. Um dies zu kompensieren, macht sie ihrem allein erziehenden Vater (Aidan Quinn) das Leben zur Hölle. Da jedes Fass, auch das väterliche, mal überlaufen, schickt er sie nach einem ihrer Streiche fort. Und zwar an einen Ort, an den kein It-Girl jemals freiwillig wollte, ein strenges Mädcheninternat im englischen Hinterland. Angekommen, gibt es für Poppy erst einmal den üblichen Kulturschock, schlechtes Essen, schlechtes Wetter, die Autos fahren links und das Internat ist nicht nur für Mädchen, sondern vor allem ohne Handys und W-LAN, ein Horror für die verwöhnte Poppy. Es vergeht kaum eine Sekunde, in der sie nicht darüber nachdenkt, so schnell wie möglich wieder heim zu kommen. Dank ihrer Zimmergenossinnen kommt sie auf die Idee, so viel Unfug wie nur möglich zu treiben, um sich so von der Schule verweisen zu lassen. Nach Autoradios voller Death-Metal, Schwimmbecken voller Feuerlöschschaum und alkoholisierten Schulparties fehlt ihr nur noch eine Missetat. Sie muss mit dem Sohn der Direktorin anbändeln und sich erwischen lassen, wer hätte gedacht, dass ihre letzte Aufgabe auch ihre schwerste sein wird, ist doch der einzige Weg aus dem Internat ein Hauptgrund da zu bleiben. Alles in Allem zeigt sich mit »Wild Child« ein netter kleiner Mädchenfilm mit Spaßfaktor.
José Bäßler