Wahre Lügen

Drama, Kanada/Großbritannien 2005, 108 min

Die Adaption nach dem Romanbestseller von Rupert Holmes zeigt das Amerika der 50er Jahre, schöne Frauen und Männer, viel Glamour, die Mafia und einen Mord.
Im Einzelnen:
Das Männerduo Lanny Morris (Kevin Bacon »Mystic River«, »The Woodsman«) und Vince Collins (Colin Firth, der etwas schaumgebremste Lover der Bridget Jones - “Er ist Anwalt für Menschenrechte“) sind in den 50er Jahren das angesagteste Entertainerduo, das das Showbusiness in den USA zu bieten hat. Ganz besonders lieb hat sie der Gaunerkönig San Marco (Maury Chaykin), der entlang der gesamten Ostküste Nachtclubs besitzt.
Just in dem Moment, da die beiden besonders mächtig, reich und beliebt sind, sozusagen auf dem Gipfel ihrer Karriere angekommen, passiert etwas Schreckliches. In ihrer Suite sitzt eine tote Schönheit in der Badewanne. Die Männer haben wasserdichte Alibis und werden in den Fall nicht involviert. Dennoch geht die Show-Partnerschaft zu Bruch und sie reden auch nicht mehr miteinander. Der Grund dafür bleibt allen ein Rätsel. Nach fünfzehn Jahren wird eine junge Journalistin (Alison Lohmann) beauftragt, ein Buch über die beiden zu schreiben, in dem der Fall aufgeklärt werden soll. Es soll der klugen und sexy Autorin ein wenig zum Durchbruch verhelfen.
Doch je mehr sie sich damit beschäftigt, um so mehr wird sie in ein mysteriöses und höchst verwirrendes Spiel hineingezogen.
Atom Egoyans Film ist ein ebenso spannungsgeladener wie erotischer Krimi mit einem sehr überraschenden Ende. Die Mythosfabrik Hollywood wird hier etwas durchleuchtet und durchschaut. Uns das Hauptdarstellerduo können wir im Soundtrack auch singen hören.
Bettina D. Schneider