21

Drama, USA 2008, 117 min

Das hier drüber ist nicht etwa die Seitenzahl sondern der Titel des Filmes. Schön dass es Menschen gibt, die flott und fluffig mit Zahlen umzugehen wissen. Mir blieb diese Fähigkeit leider verwehrt, da meine Mutter im Jahre 1963 mit mir unter dem Herzen rohe Kremplinge verzehren musste, was offensichtlich mein mathematisches Zentrum und noch ein paar andere unwichtige Hirnregionen bis heute lahm gelegt hat. Aber immer noch besser, als an den Folgen einer schweren Gastroenteritis gestorben zu sein.
Ben Campbells (Jim Sturgess) Mutter hatte derlei Unachtsamkeiten während ihrer Schwangerschaft vermieden, so dass Bens Gehirn nun in der Lage ist, hochkomplexe mathematische Zusammenhänge zu erkennen und zu entwirren. Um dies auch mit vollkommener Perfektion zu bewältigen, ist Ben Mathematikstudent am renommierten M.I.T. Schnell erkennt auch Professor Mickey Rosa (Der wie immer extrakongeniale Kevin Spacey) Bens großes Talent und kann ihn für sein geheimes Black-Jack-Team gewinnen. (Leider ohne Jack Black). In diesem Special-Mathe-Klub bereitet Lehrkörper Mickey die sechs Auserwählten nicht etwa für die nächste Matheolympiade vor, sondern spezialisiert die Belegschaft auf das so genannte Kartenzählen beim Black Jack vor, was den Befähigten in die Lage versetzt, z.B. in Las Vegas die Bank ziemlich dumm und das eigene Portemonnaie ziemlich dick aussehen zu lassen, so mit sechs Nullen und so. Da das Prof. Rosa aber z.B. nicht reicht, wird das Gelernte natürlich auch in Viva Las Vegas angewendet. Schnell findet man aber das Treiben der jungen Leute nicht mehr lustig, und Casino-Securitychef Cole Williams (very cool Laurence Fishburne) fragt dann doch mal etwas robuster nach dem Weshalbwarumweswegenwieso und vor allem auch dem Wie nach.
Trotz aller Meinungsverschiedenheiten sind letztendlich aber die Mathematikbefähigten die, die als letzte herzlichst lachen. Erheiternd kommt natürlich beachtlicherweise hinzu, dass die kleine verträumte Kartengaunerei tatsächlich in den goldenen 90ern stattfand und ein paar Casinos in Vegas um ein paar Milliönchen erleichterte. Schönes Ding. Vielleicht drück ich mir ja doch noch mal das kleine Einmaleins auf die Festplatte.
Ray van Zeschau (Zahlenlegastheniker)