Geliebte Jane

Drama, Großbritannien 2007, 121 min

Der Film zeichnet die authentische Liebesgeschichte einer der bedeutendsten englischen Autorinnen der Literaturgeschichte nach Shakespeare nach: der jungen Jane Austen. Diese Romanze hat ihr Leben und ihr kreatives Schaffen nachhaltig geprägt.
Hampshire 1725. Jane Austen (Anne Hathaway- »Broakeback Mountain«, »Der Teufel trägt Prada«), gerade im heiratsfähigen Alter von 20 Jahren, lebt mit ihren Eltern auf einem kleinen Landsitz. Sie ist intelligent, geistreich, lebensfroh, witzig und schön. Schon damals diktierte Geld das Leben weitestgehend, so dass den Eltern nichts mehr am Herzen liegt, als ihre Tochter in die Hände eines gut betuchten Ehemannes zu geben. Der perfekte Kandidat steht schon bereit. Mr. Wisley, der Neffe der reichen und einflussreichen Lady Gresham (Maggie Smith). Nun ja, er ist bieder, emotional linkisch, verbal etwas behäbig und Esprit gibt es gar nicht. Er hat bei noch so viel Geld keine Chance bei Jane. Sie heirate aus Liebe oder gar nicht.
Sie trifft auf den jungen Iren Tom Lefroy (James McAvoy). Tom ist Jurist, noch in der Ausbildung und kommt zusammen mit ihrem Bruder aus London nach Hampshire zu Besuch. Er sieht gut aus, ist charismatisch und ebenso draufgängerisch wie intelligent - ein Pendant, der Jane das Wasser reichen kann. Tom hat ebenso wenig Geld, verachtet die landpomeranzige Lebensart und findet nach und nach in Janes aufmüpfigem Geist und ihrer wilden Unabhängigkeit mehr, als er zu hoffen wagte.
Natürlich verlieben sich die beiden aufs Heftigste. Tom ist vom guten finanziellen Willen seines gefühlskalten Onkels, des Richters Langlois abhängig, der wiederum auch nicht tatenlos zusehen wird, sollte sich sein Neffe in einer ebenso nicht standesgemäßen Ehe verplempern. Die beiden müssen eine Entscheidung treffen.
Anne Hathaway hatte im Vorfeld zu den Dreharbeiten Austens Gesamtwerk gelesen einschließlich Biographien und Briefe, wovon sie am Set auch immer etwas mit sich herumtrug. Irgendwann riss der Regisseur ihr ein Buch aus der Hand, weil sie ihn ständig auf Unstimmigkeiten zur Epoche oder dem Drehbuch hinwies.
Bettina D. Schneider