Shoot 'Em Up

Action, USA 2007, 86 min

Was haben diverse 80er-Jahre-Automaten-Video-Spiel-Genres und Michael Davis´ neuester Film gemein? Abgesehen von einem ungemeinen Kultstatus (und selbiger wird durch diesen Film zweifellos erreicht werden) vor allem eines, der Name ist Programm. Während man in den 80ern noch diverse Space Invaders abwehren musste, hat es sich Mr. Smith (Clive Owen) zum Ziel gesetzt, an der Seite der Prostituierten DQ (Monica Bellucci) ein Baby vor einer mysteriösen Attentäter-Armee, angeführt vom dubiosen Hertz (Paul Giamatti), zu retten. Denn etwas verbindet Mr. Smith und das Baby, Mr. Smith half dem Baby, mitten in einem Kugelhagel das Licht der Welt zu erblicken und sähe nur ungern, dass all die Mühe umsonst war. Infolge dessen tut er sich mit der hübschen Freudendame DQ zusammen, um dem Geheimnis des Babys und seiner mordlüsternen Verfolger auf den Grund zu gehen. Und da Reden ja, wie allgemein bekannt, furchtbar langweilig sein kann, tun sie dies in einer Weise, die im Internet als „sehr schnell, ultra brutal und spektakulär“ beschrieben wird. Wer nun denkt, es handle sich hierbei um irgendeinen Low-Budget-Film mit schrecklicher Optik, der sei belehrt: ursprünglich hatte Davis große Probleme, das Skript an ein Studio zu bringen, deshalb fertigte er über 17.000 Zeichnungen an, animierte sie und stellte dar, wie er den Film visualisieren möchte. Dies gesehen, sprangen die Leute bei New Line Cinemas klatschend in die Höhe und drückten Michael Davis einen großen Sack voll Geld in die Hand, um den wohl actionreich-unterhaltsamsten Film seit »Crank« zu drehen.
Julio Espin

Buch: Michael Davis

Regie: Michael Davis

Darsteller: Clive Owen, Monica Bellucci, Paul Giamatti, Greg Bryk, Stephen McHattie, Ramona Pringle, Jane McLean

Kamera: Peter Pau

Musik: Paul Haslinger

Produktion: New Line Cinema, Produzenten: Rick Benattar, Susan Montford, Ausf. Prod.: Douglas Curtis

Bundesstart: 20.09.2007

Start in Dresden: 20.09.2007

FSK: ab 18 Jahren