Zodiac - Die Spur des Killers

Thriller, USA 2006, 157 min

In »Zodiac«, Genre Thriller, wird der authentische Amoklauf eines Irren in den 60er Jahren beschrieben, der nie geschnappt wurde, Amerikas Pendant zu Jack the Ripper. Die Rede ist von einem womöglich legendären Serienmörder, der jahrzehntelang die Behörden in vier Verwaltungsbezirken im Großraum San Francisco mit Chiffren und Briefen veralberte.
Nach Jack the Ripper hatte sich kein Mörder mehr direkt an die Presse gewandt. Er selbst sprach öffentlich von 13 Morden, später von weiteren, zwei Dutzend weiteren. Sagenhafte sieben Verbrechen konnte ihm die Polizei nachweisen. Wie viele es wirklich waren, wird vermutlich nie herausgefunden.
Vier Männer begeben sich auf Verfolgungsjagd, darunter der eher verschüchterte Graysmith (Jake Gyllenhaal - »Brokeback Mountain«), eigentlich Zeitungskarikaturist. Der Zweite ist der abgebrühte, zynische Avery (Robert Downey Jr.), berichtet beim San Francisco Chronicle als Starreporter über Kriminalfälle und hat ansonsten jede Menge Erfahrungen. Außerdem pflegt er sehr gute Beziehungen zur Polizei und zum Dritten, dem gefeierten, zielstrebigen Inspektor Toschi (Mark Ruffalou) vom Morddezernat. Als Vierter kommt dessen introvertierter und pedantischer Kollege Armstrong (Anthony Edwards) ins Spiel. Die Verfolgung macht aus den Männern Jäger, die sich durch diese immense Besessenheit völlig verändern. Die unendlichen Hinweise des Killers bestimmen zunehmend ihr Leben. Graysmith kann keine dieser Eigenschaften, die für diesen Job wichtig wären, aufweisen. Aber er verfügt über andere Fähigkeiten: er hat entscheidende Erleuchtungen.
Nach »Sieben« und »Fight Club« inszenierte David Fincher nun »Zodiac«, worauf wir äußerst gespannt sein können.
Bettina D. Schneider