Casanova

Komödie, USA 2005, 111 min

1927 gab es den ersten Casanova-Film von A. Volkoff, einen sehr eigenwilligen 1976 von Fellini mit Donald Sutherland, einen ziemlich komischen 1954 von McLeod, 1981 drehte E. Scola einen sehr feinfühligen Film mit Marcello Mastroianni und 1992 gab es noch einen sehr beeindruckenden, starken Film mit Alain Delon. 2006 nun die amerikanische Variante von Regisseur Lasse Hallström (»Chocolate«, »Gottes Werk und Teufels Beitrag«).
Casanova - Der Name ist weitestgehend Programm - die Kunst der Verführung und Skandale. Wir befinden uns im 18. Jahrhundert in Venedig. Der gutaussehende Junggeselle Giacomo Casanova (Heath Ledger) ist in der Hauptsache damit beschäftigt, seine freie Zeit in fremden Betten zu verbringen. Der Sprecher der Inquisition Bischof Pucci (Jeremy Irons) findet die Situation höchst unerfreulich und stellt ihm ein Ultimatum mit Option auf den Galgen. Entweder Schluss mit Bettenhopping und ordentlich geheiratet und zwar noch vor dem Karneval, oder er soll Venedig für immer verlassen. Für den schönen Casanova eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Widerwillig findet er eine womögliche Braut (Natalie Dormer), die in ganz Venedig nun ausgerechnet für ihre Unschuld bekannt ist. Die Familie ist mit der Heirat einverstanden. Da plötzlich hat Casanova keine Lust mehr, denn er hat sich in die Schönheit Francesca Bruni (Sienna Miller) verliebt. Die stolze Lady zeigt dem Schönling allerdings die kalte Schulter. Das ist er nicht gewohnt, doch er lässt nichts unversucht und läuft zu Höchstleistungen auf, um sein Ziel zu erreichen.
Jeremy Irons gibt den Bischof übrigens mit großer Komik.
Bettina D. Schneider