The Statement

Thriller, Kanada/Frankreich/USA 2003, 120 min

Pierre Broussard (Michael Caine) war unter der Vichy-Regierung während des dritten Reiches Scharfrichter. Das Kriegsende und die nachfolgenden Jahre überstand er ohne größere Blessuren. Er führte seitdem ein friedliches und ruhiges Leben in Frankreich. Die Handlung setzt 1992 ein. Broussard lebt zurückgezogen in einem Kloster in der Provence. Plötzlich ist sie da - die Vergangenheit. Ein Mann versucht ihn zu töten. Doch Broussard, der so wirkt als könne er keiner Fliege etwas tun, schaltet den Killers blitzschnell aus und entledigt sich wie nebenbei der Leiche. Und nun beginnt eine Flucht vor den ihm unbekannten Hächern und der Polizei, die der Kanadier Norman Jewison (»In der Hitze der Nacht«, »Hurricane«) routiniert und spannend inszeniert.
Das große Plus dieses Filmes sind das großartige britische Ensemble und der nur vordergründige Thriller-Plot. Neben Michael Caine in der Hauptrolle sind u.a. Tilda Swinton, Jeremy Northam, Alan Bates, Frank Finlay und Charlotte Rampling zu erleben. Die Geschichte ist von der realen Figur des berüchtigte Nazi-Handlanger Paul Touvier inspiriert. Der Roman von Brian Moore wurde von dem renommierten Drehbuchautor Ronald Harwood (»Der Pianist«) mit viel Gespür für die Leinwand adaptiert. Dabei geht es weniger um einzelne Bösewichter, als um die Auseinandersetzung mit dem Netz aus Helfershelfern in der Gesellschaft und insbesondere der Katholischen Kirche. Ein bis heute nicht gänzlich entworrener Knoten. Und um die alten Fragen nach Schuld und Sühne sowie um Täter und Mitläufer. Gekonnt betriebene Vergangenheitsbewältigung in einem spannenden Film mit großartigen Schauspielern.