Euro Trip

Komödie, USA 2004, 92 min

»Eurotrip« sollte sich wirklich niemand entgehen lassen, dem der Sinn nach Unterhaltung und filmischem Amüsement steht. Kein Kinowerk für Buchhalter und Bänker, denn es braucht schon ein paar wild verlebte Jahre und Erkenntnis um die Leichtigkeit des Seins, um sich mit den Späßen dieses Roadmovies auf “du und du” zu fühlen.
Scott wird von seiner Freundin gefeuert, die ihm gleich nach der Trennung ihren Neuen vorstellt - einen Punkrocksänger, dargestellt von keinem Geringeren als Matt Damon. Und auch Scotts deutsche E-Mail-Bekanntschaft Mieke quittiert ihm jäh den Schriftverkehr, als dem Knaben plötzlich dämmert, dass er Mieke bisher fälschlich für einen Jungen hielt. Scott entdeckt vielmehr, mit welch bildhübscher Erscheinung er da bisher Worte wechselte, und so macht er sich mit seinem Freund Cooper auf die Strumpfsöckchen, um über Umwege nach Berlin zu gelangen und das Missverständnis mit Mieke zu klären. Zwei relativ ungehobelte Typen aus dem “prüden” Amerika zwischen der europäischen Hochkultur - da kann man nur lachen! Zumal die beiden ebenso erfahren, was es heißt, sich an einem FKK-Strand zu bewegen und wie es in europäischen Sexclubs zugeht. Der Papst muss sich in dieser Gag-Ladung auch ein bisschen veräppeln lassen, und richtig rund wird »Eurotrip« dank diverser Cameo-Auftritte bekannter Gesichter, nicht zuletzt aber auch, weil es einen wunderbaren, punkigen Soundtrack dazu gibt.