Adaption

Drama, USA 2002, 114 min

Nach »Being John Malkovich« hat sich Drehbuchzauberer Charlie Kaufmann gemeinsam mit seinem Bruder Donald (?) jetzt die wohl schrägste Hollywoodsatire seit Jahren erdacht.
Während der Dreharbeiten zu »Being John Malkovich« versucht sich Drehbuchautor Charlie bereits an einem neuen Projekt, einem esoterisch angehauchtem Orchideen-Roman von Susan Orlean (Meryl Streep). Doch die Geschichte will ihm nicht so recht gelingen und zudem plagt ihn sein Bruder Donald mit eigenen Schreibideen zu einem platten Thriller. Nicolas Cage spielt in seiner besten Leistung seit Jahren beide Brüder, Charlie mit schütterem Haar und Hüftspeck und Donald als erbarmungslos schwitzenden Loser. Da uns der Name von Donald sogar im Abspann als Koautor genannt wird, wissen wir schließlich nicht mehr genau, ob Charlie Kaufmann wirklich einen Bruder hat oder nicht. Ist auch egal, denn auf wunderbare Weise vermischt Spike Jonze Buch, Film und Realität.
Wie schon bei »Being John Malkovich« spielt er mühelos mit verschiedenen Realitätsebenen, führt in die Irre, ist dann mal wieder ehrlich mit dem Zuschauer um ihn später erneut zu täuschen. Ein cineastisches Kleinod.