Mord und Margaritas

Thriller, USA 2004, 96 min

Wir haben das Genre “bissige Kriminalsatire“ und es geht um einen abgehalfterten Auftragskiller, der einen redlichen Geschäftsmann für einen Auftrag gewinnen will.
Danny Wright (Greg Kinnear) ist ein gewöhnlicher amerikanischer Geschäftsmann. Er befindet sich gerade in ziemlichen finanziellen Schwierigkeiten, und die Situation seiner Ehe sieht im Moment nicht viel besser aus. Eines Abends trifft er in einer Hotelbar Julian Noble (Pierce Brosnan, »Mein Name ist Bond - James Bond«). Sie vereinbaren, sich am nächsten Tag zusammen einen Stierkampf anzusehen.
Dort stellt sich heraus, dass es sich bei Julian um einen Auftragskiller handelt. Er schlägt Danny einen Deal vor. Anschließend sehen sich die beiden ein halbes Jahr lang nicht. Dann treffen sie sich wieder. Julian hat inzwischen einige Jobs vermasselt und ist derweilen selbst in den Zielfocus von Killern geraten. Beide finden heraus, dass sie einzigartige Mexico-City-Erfahrungen haben und der Auftragskiller bittet Danny Wright wiederum, ihn zu unterstützen. Letztendlich stellt sich heraus, dass die beiden völlig gegensätzlichen Typen einander brauchen.
Pierce Brosnan gibt den selbstgefälligen, abgetakelten Killer im vollständigen Gegensatz zum coolen, strahlenden James Bond-Image. Das scheint ihm eine ausgesprochene Gaudi zu bereiten, was ihn offenbar auch dazu veranlasst hat, sich als Produzent zu beteiligen.
Richard Shepphard (Buch und Regie) gelingt mit »Mord und Margaritas« eine wunderbar bös-schwarze Komödie. Die perfekte Mischung aus Satire und hartem Thriller sorgte auf dem Sundance Film Festival 2005 für Aufsehen.
Bettina D. Schneider