Babylon A.D.

Science-Fiction/Thriller, USA/Frankreich 2008, 101 min

Endlich! Vin Diesel darf zum Glück wieder Schläge und Kugeln verteilen. Nicht nur das, nein, er ist auch mal wieder in einem Zukunftsszenario aktiv. Zwar ist dieses nicht so schräg wie »Pitch Black« und »Riddick« aber dafür um so düsterer. Diesel spielt Toorop einen Kriegsveteranen mit Muskeln so groß wie meine Oberschenkel. Sein Leben ist nicht aufregend, er hält sich nur knapp über Wasser. Das ändert sich schnell, als der einflussreiche Mafiapate Gorsky ihm aufträgt, die bildhübsche Aurora in sechs Tagen nach New York zu bringen und da an eine Sekte zu übergeben. Als Belohnung stünde ihm ein Neuanfang in Amerika zu. Was Toorop am Anfang noch als Routineauftrag ansieht, wird sehr bald sehr viel mehr. Nachdem er nämlich Aurora, die ihr ganzes Leben hinter Klostermauern verbrachte, in Empfang genommen hat, gibt es auf einem Marktplatz eine recht beachtliche Explosion, vor der Aurora ihn vorher gewarnt hatte. Durch diesen Blick in die Zukunft werden in Toorop Zweifel gesät. Was ist so besonders an Aurora, warum will die Sekte sie, was könnte dann geschehen? Was danach geschieht, lässt sich nur als audiovisuelles Feuerwerk bezeichnen, das es jedoch vermeidet, in eine stupide Effekteshow zu verfallen. Wem das zu verworren klingt, darf beruhigt sein.
Im Mittelpunkt steht immer noch Vin Diesel „kickin’ ass“ in der Zukunft. Die düstere Zukunftsvision, in der Kriege und Katastrophen die Menschheit ins Chaos gestürzt haben, wurde von Mathieu Kassovitz mit Thierry Arbogast als Kameramann umgesetzt. Die beiden Herren waren zuvor an keinen geringeren Produktionen als »Hass - La Haien«, »Die purpurnen Flüsse«, »Léon - Der Profi« und »Das Fünfte Element« beteiligt. Insofern, lasset das Spektakel beginnen.
Julio Espin