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Swans - Where Does a Body End?

Dokumentation, Kanada 2019, 124 min

Fünfzehn Jahre lang dauerte das nichtendenwollende Soundgewitter der Swans, einer brachial schönen Krachkapelle, die aus post punk, no wave und noise rock geboren wurde und die es mit »The Burning World« bis in landesweite Radiostationen schafften. Der Weltenbummler Michael Gira gründete die Swans 1982, so schön wie garstig, und perfektionierte die Geräusch-Hypnose aus einem Gitarrenriff über die Jahre zu kakophonischer Tanzmusik. Verschiedene Instrumentalisten veränderten deren Klang immer wieder, die mystische Stimme von Jarboe La Salle Devereaux steuerte gar Songs zum Mitsingen bei, doch Konzertbesuche glichen nicht selten einer Geiselnahme bei laufenden Flugzeugtriebwerken. Als die Swans 1997 auf ihrer Abschiedstour verkündeten, sie würden ihre Fans nun für immer frei lassen, stand auch der junge Filmemacher Marco Porsia schweißnass und durchgepeitscht am Irving Plaza New York. Dort hat er wohl den Entschluss gefasst zu diesem Film. Doch es sollten erst noch dreizehn Jahre vergehen, ehe Swans Master Mind Michael Gira die Rückkehr der Band annoncierte. Ihm hatte ein wenig dieser instrumentale Wirbelsturm gefehlt, und nun seien er und die Zeit reif dafür, befand er 2010. Von dem Tag an war Marco Porsia nahezu bei jeden Konzort an deren Seite und filmte. Er observierte ihren Probenraum genauso, wie die Studioaufnahmen zu den seither entstandenen Alben, zeichnete verantwortlich für aktuelle DVD-Produktionen und bekam obendrein noch kistenweise Videomaterial aus der prädigitalen Zeit anvertraut. Aus all diesem Zeug formte er buchstäblich seinen Wirbelsturm aus Bildern.
Alpa Kino