Noch einmal Ferien

Komödie, USA 2006, 111 min

Zwei erfolgreiche Produzenten L. Mark und J. Rapke haben sich nach »Jerry Maguire« und »Polar Express« zusammengetan, um eine zauberhafte Komödie über den Wert des Lebens zu machen.
Georgia (Queen Latifah - »Chicago«) arbeitet als Verkäuferin in der Küchenabteilung eines Warenhauses. Sie lebt ein einfaches Leben, ist schüchtern und bescheiden und auf der Straße würde man sie auf jeden Fall übersehen. Auch emotional ist sie behindert und unfähig, sich auszudrücken, fest davon überzeugt, dass ihr Platz am Ende der Schlange ist.
Eines Tages erfährt Georgia, dass sie unheilbar krank ist. Das verändert ihr Leben radikal. Dass es sich dabei um eine Fehldiagnose handelt, stellt sich erst später heraus. Kurz entschlossen verkauft sie alles, was sie hat, nimmt ihre gesamten Ersparnisse und bucht ein europäisches Grandhotel, wo sie einmal wie eine Königin leben möchte. Da sie weiß, dass sie bald stirbt, wird sie auch zunehmend mutig und versucht, sich der noblen Gesellschaft anzupassen. Ihr exzentrisches Bemühen macht Eindruck. Allein die Vorstellung, nichts mehr zu verlieren, löst eine grandiose Veränderung bei Georgia aus, und diese Metamorphose hat gleichermaßen ungeahnte Wirkung auf die Gäste wie auch auf das Personal. Sogar mit der Liebe scheint es wie von allein zu funktionieren. Die Frage ist: Wie viel Zeit hat sie noch genau, um das alles zu genießen ?
Eine wunderhübsche Geschichte über Schein und Sein. Gérard Depardieu gibt einen brillanten wie bösartigen Viel-Sterne-Koch. Er kündigte übrigens an, sich aus dem Filmgeschäft zurückzuziehen. Es könnte also seine letzte Rolle sein.
Bettina D. Schneider