Das Verhängnis

Erotik/Thriller, Frankreich/Großbritannien 1992, 111 min

„Menschen, denen ein Unheil widerfahren ist, sind gefährlich, weil sie wissen, dass sie überleben können.“ Das Leben von Stephen Fleming (Jeremy Iron) verläuft in geordneten Bahnen. Er ist Mitglied des englischen Parlaments und sieht seiner Berufung zum Minister entgegen. Es besteht kein Grund, seine Ehe mit Ingrid in Frage zu stellen. Sohn Martyn arbeitet erfolgreich an einer Journalisten-Karriere, Tochter Sally ist ein etwas verschlossener Teenager. Alles normal, Leben im Gleichgewicht.
Anna (Juliette Binoche), eine Frau mit Vergangenheit, versucht diese zu bewältigen. Auf einem Empfang lernen sich beide kennen. Er reagiert verunsichert, ahnt die Gefahr und bleibt reserviert, als sein Sohn Anna der Familie als seine Freundin vorstellt. In dieser kurzen Szene deutet sich die Qual an. Stephen wünscht sich nichts sehnlicher, als Anna zu berühren, seine distanzierte Haltung ist ein letzter Selbstschutz. Im weiteren Verlauf übernimmt Anna die Initiative, die Liebe bricht aus, das ist eben so, wozu Erklärungen? Malle lässt in keiner Sekunde Zweifel aufkommen, dass ein Preis zu zahlen sein wird. Wie hoch dieser letztlich ist, bestimmt jeder einzelne - zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt, von da an nimmt das Verhängnis seinen Lauf und nichts und niemand wird ihm Einhalt gebieten können.