12. Februar 2010
Zum 60. volles Programm

Heute, Donnerstagabend am 11. Februar eröffnet die diesjährigen Berlinale (bis 21. Februar). Lesenswertes, was informative und auch kritische Berichte meint, findet man täglich unter dem unten angegebenen Link (http://www.perlentaucher.de/berlinale-blog/).
Besonder angenehm zu wissen, dass unsere Filmfördergelder dieses Jahr mit neun geförderten Produktionen auf der 60. Berlinale gut vertreten sind.
Denn die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM) ist mit neun geförderten Filmen in verschiedenen Programmsektionen vertreten.
Darunter im Wettbewerb Jasmila Žbanić (»Grbavica – Esmas Geheimnis«, 2006 Goldener Bär) mit ihrem zweiten Film »Na Putu« (»On the Path«). Die bosnisch-österreichisch-deutsch-kroatische Koproduktion erzählt die Geschichte einer großen Liebe, die zu zerbrechen droht an den Schuldgefühlen des Ehemannes und seinem Versuch, in einer radikal islamischen Gruppierung Erlösung zu finden.
Im Internationalen Forum des Jungen Films wird »Der Tag des Spatzen« gezeigt. In seinem Dokumentarfilm wagt Regisseur Philip Scheffner die Annäherung an eine Gesellschaft, in der die Grenzen zwischen Krieg und Frieden, Freund und Feind, Innen- und Außenpolitik verschwinden.
Im Rahmen der Sonderreihe Berlinale Special und Gala Special, in die das Festival außergewöhnliche Neuproduktionen einlädt, wird Matti Geschonnecks »Boxhagener Platz« (ab 4. März im Kino) zu sehen sein. Der hochkarätig besetzte Ensemblefilm um die die bald sechsfache, aber höchst fidele Witwe Oma Otti, ihren Verehrer Karl, Enkel Holger und einen Mord wurde zu großen Teilen in Sachsen-Anhalt gedreht und wird in Berlin seine Weltpremiere feiern.
Maximilian Erlenweins Drama »Schwerkraft« (Foto, ab 25. März im Kino), diesjähriger Gewinner des Max Ophüls Preises, wird in der Sektion Perspektive Deutsches Kino gezeigt und darüber hinaus in der Reihe German Cinema laufen.
German Cinema präsentiert zudem Alain Gsponers Liebeskomödie »Lila Lila«, die Tragikomödien »Mein Kampf« von Urs Odermatt und »Whiskey mit Wodka« von Andreas Dresen, Sönke Wortmanns erfolgreiche Romanverfilmung »Die Päpstin« sowie Golden Globe Preisträger und Oscarnominierter »Das Weisse Band« von Michael Haneke.
Das Wettbewerbsprogramm der Berlinale umfasst u. a. Namen wie wie Martin Scorsese, Roman Polanski, Martin Vinterberg, Zhang Yimou, Michael Winterbottom und auch drei Deutsche sind vertreten: Benjamin Heisenberg mit »Der Räuber«, Oskar Roehler »Jud Süß« und Nachwuchsregisseur Burhan Qurbani mit seinem Debütfilm »Shahada«.
Zum 60. Jubiläum der Internationalen Filmfestspiele Berlin wirft die Retrospektive einen Blick zurück auf die langjährige Festivalgeschichte, und zwar mit einem Programm, das von David Thomson kuratiert wurde.
„Zum 60. Jubiläum darf sich das Publikum wieder auf ein vielfältiges Programm im Berlinale Special freuen: Wir lernen Friseusen aus Marzahn und Könige kennen, verfolgen Bären und geben uns Tanzträumen hin“, sagt Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. Hauptaufführungsorte sind das Cinema Paris im Institut Français und der Friedrichstadtpalast, in dem die Berlinale Special Gala Screenings präsentiert werden. Als weitere Spielstätten kommen das Kino International und der Zoo Palast hinzu.
Ins diesjährige Berlinale Special sind 22 Filme eingeladen, davon 12 Weltpremieren.
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