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Palästina 36

Drama, Palästina/Großbritannien/Frankreich/Dänemark/Katar/Saudi-Arabien/Jordanien 2025, 119 min

Das jüngste Werk der arabischen Filmemacherin Annemarie Jacir feierte seine umjubelte Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival. Mit »Wajib - Hochzeit in Nazareth«, einem Roadmovie über den christlichen Araber Abu Shadi und seine Schwierigkeiten beim Verteilen von Einladungen zur Hochzeitsfeier seiner Tochter, wurde sie international bekannt. Mit ihrer neuen Regiearbeit schafft sie nun ein bildgewaltiges Historienepos über den arabischen Aufstand von 1936.
Palästina 1936: Immer mehr Dörfer erheben sich gegen die britische Kolonialmacht, die ihren Einfluss mit Gewalt durchsetzt. Gleichzeitig siedeln sich europäische Juden, die vor dem Nationalsozialismus geflohen sind, in der Region an. Zwischen seinem ländlichen Heimatdorf und dem zunehmend angespannten Jerusalem pendelt der unparteiische Yusuf. Nach einem folgenschweren Ereignis schlägt sich der junge Mann auf die Seite des Widerstands. Er schließt sich Verbündeten wie dem Hafenarbeiter Khalid an, der angesichts der eskalierenden Situation keinen anderen Ausweg mehr sieht, als zur Waffe zu greifen.
Das Drama erzählt vom Beginn des arabischen Widerstands im ehemaligen britischen Mandatsgebiet Palästina, das vom Völkerbund 1920 nach 400 Jahren osmanischer Herrschaft Großbritannien zugesprochen wurde. Der Aufstand wurde 1939 blutig niedergeschlagen und die britische Besetzung endete erst mit dem Teilungsplan der UN 1947. Doch statt Frieden kam es im Mai 1948 mit dem Einmarsch arabischer Truppen zu einem neuen Krieg.
Gedreht wurde an Originalschauplätzen in Israel und Jordanien. An der Seite der Schauspiel-Neuentdeckungen Karim Daoud Anaya und Wardi Eilabouni versammelt Jacir eine beeindruckende Starbesetzung, darunter Hiam Abbass (»Gaza mon amour«), Robert Aramayo, Saleh Bakri (»Im Schatten des Orangenbaums«), Billy Howle, Liam Cunningham sowie Jeremy Irons.