Rental Family
In Japan gibt es ja viele merkwürdige Erfindungen, die sich unsereins in Europa kaum vorstellen kann. Trotz all der technologischen Entwicklungen kommt es aber immer öfter vor, dass Menschen vereinsamen. Der Mangel an echten sozialen Bindungen ist gerade in der heutigen Zeit ein großes Problem. Eine Agentur in Tokyo soll da Abhilfe schaffen. Bei der sogenannten „Rental Family“ kann man Schauspieler:innen engagieren, die rein platonisch Zeit mit einem verbringen. Der erfolglose Schauspieler Phillip (Brendan Fraser), der selbst sehr einsam ist, wird von dieser Agentur angeheuert, um Leuten als Kollege, Freund, Partner oder Familienmitglied zur Seite zu stehen. Gleich sein erster Auftrag verwirrt ihn massiv, da er als Trauergast fungieren soll. Doch auch die weiteren Aufträge zehren mehr an ihm, als ihm lieb ist. Immer mehr muss er mit sich selbst kämpfen und sein Innerstes nach Außen kehren. Vielleicht steckt doch mehr hinter diesen sozialen Beziehungen, als wir es uns weiß machen?
Die japanische Filmemacherin Hikari bringt mit »Rental Family« eine sehr bewegende Tragikomödie in die Kinos mit einem hervorragenden Brendan Fraser in der Hauptrolle. In weiteren Rollen gibt es Takehiro Hira, Mari Yamamoto und Akira Emoto zu sehen. Das Drehbuch stammt von Hikari und Stephen Blahut. Ich durfte »Rental Family« bereits auf der Filmkunstmesse in Leipzig sehen und war sehr positiv überrascht. Ein wundervoll gefühlvoller Film, mit kuriosen Situationen, die lustig sind, aber auch sehr herzerwärmenden Szenen, die die ein oder andere Träne hervorlocken. Ein großer Tipp!
Anne
Buch: Hikari, Stephen Blahut
Regie: Mitsuyo Miyazaki
Darsteller: Brendan Fraser, Mari Yamamoto, Takehiro Hira, Paolo Andrea Di Pietro, Shinji Ozeki, Takao Kin, Risa Kameda, Yuma Sonan, Kana Kitty, Gan Furukawa, Yuji Komatsu, Ryôko Osada, Helen Sadler, Kaoru Mizuki,
Kamera: Takuro Ishizaka
Musik: Jon Thor Birgisson, Alex Somers
Bundesstart: 08.01.2026
Start in Dresden: 08.01.2026
FSK: o.A.