29. August 2011

Neues zur Kinodigitalisierung in Sachsen

PK Ost startet digitalen Umbau
Das Dresdner Programmkino Ost erhält als erstes sächsisches Kino einen Fördermittelbescheid für die Umstellung auf digitale Kinotechnik. Die Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Sabine von Schorlemer (parteilos), überreichte am 18. August bereits den Bescheid über 21.000 Euro. Sie begründete die Unterstützung damit, dass kleine und mittlere Kinos einen Bildungsauftrag erfüllten und für Vielfalt der Kinolandschaft sorgten. Viele könnten die technische Umstellung aus eigener Kraft kaum bewältigen. Sachsen hat dafür jeweils 200.000 Euro für 2011 und 2012 bereitgestellt. Schorlemer zufolge haben bisher sieben Kinos Anträge gestellt. Neben dem Dresdner Programmkino sind dies das Apollo Filmtheater in Limbach-Oberfrohna, das Clubkino in Gelenau, die Passage Kinos in Leipzig, das Movie Kinocenter in Marienberg, der Gloria Filmpalast in Annaberg und die Filmbühne in Mittweida, die aber die Kriterien der Förderung nicht erfüllt. Der Filmverband Sachsen erwartet Anträge von etwa 45 Kinos, wie der Geschäftsführer Uwe Penckert sagte. Die Kinos können zusätzlich noch Fördergelder des Bundes und der Filmförderanstalt (FFA) beantragen, die insgesamt 75 Prozent der Investitionen abdecken können. Vor kurzem stellte die EU zwei Millionen Filmförderung im Programm MEDIA bereit. Die Kunstministerin nannte es das Programmkino Ost "Dresdens Kleinod". Sachsens Kinodichte liegt im bundesweiten Vergleich der Flächenstaaten nach Angaben des Filmverbandes im unteren Drittel. Dresden ist aber mit der Kinozahl bundesweit unter den ersten fünf Städten. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt kleinere und mittlere Kinos bei den notwendigen Investitionen, damit diese weiterhin konkurrenzfähig bleiben und so die Vielfalt der sächsischen Kinolandschaft gesichert wird.

http://programmkino-ost.de