10. März 2011

Ich Charlotte bin Anna

Charlotte Rampling und Gabriel Byrne bei Dreharbeiten in Hamburg
Ich Charlotte bin Anna
Seit Ende Januar liefen in London die Dreharbeiten zu »I, Anna«. Die letzten Drehtage finden bis Mitte März in Hamburg statt, wo anschließend auch Teile der Postproduktionsarbeiten durchgeführt werden. Der Thriller erzählt die atemlos-obsessive Geschichte eines Kommissars, der in einem Mord ermittelt und sich in eine geheimnisvolle Unbekannte verliebt, die immer tiefer in seinen Fall verwickelt wird. In klassischer Film Noir-Manier wirft »I, Anna« dabei einen bewegenden Blick in die Tiefen der menschlichen Seele und deren immerwährenden Wunsch zu lieben und geliebt zu werden. Als mysteriöse Anna kann Charlotte Rampling (Foto aus »Alles, was wir geben mussten«, einer Kazuo Ishiguro Verfilmung, ab 14. April im Kino) ihr Talent für außergewöhnliche Rollen unter Beweis stellen. Mit ihr vor der Kamera steht Gabriel Byrne als ermittelnder Kommissar. Regie führt Barnaby Southcombe, der auch für das - auf einem Roman von Elsa Lewin basierende - Drehbuch verantwortlich ist. Geplanter deutscher Kinostart ist Frühjahr 2012. Die Geschichte: Als Kriminalhauptkommissar Bernie Reid (Gabriel Byrne) an den Tatort kommt, hat er wochenlang kaum geschlafen. Er steht kurz vor der Scheidung, lässt sich nachts stundenlang durch die Stadt treiben, um auf andere Gedanken zu kommen. Und nun dieser Mord in einem Londoner Apartment. Ein Mann wurde erschlagen. Als Reid dort eintrifft, wird er von einer beiläufigen Begegnung mit einer geheimnisvollen Frau gefangen genommen. Er sieht sie nur im Vorübergehen, doch sie übt eine unmittelbare Faszination auf ihn aus, die ihn vom selben Moment an nicht mehr loslässt. Während seine Kollegen den Mordspuren nachgehen, kann Reid nur an die Unbekannte denken. Er findet ihre Identität heraus - Anna Welles (Charlotte Rampling), sie wohnt zusammen mit ihrer erwachsenen Tochter Emmy - und beginnt, sie heimlich zu beobachten. Eines Nachts, als er ihr auf eine Single-Party folgt, entwickelt sich ein Gespräch zwischen ihnen. Beide sind sie verlorene Seelen inmitten einer anonymen Großstadt, und beide finden im anderen die Liebe und Geborgenheit, die ihnen schon seit Jahren abhanden gekommen waren. Dann jedoch wird Anna in die Mord-Ermittlungen hineingezogen, und Reids berufliche Interessen kommen seiner privaten Sehnsucht nach Nähe in die Quere. Als immer klarer wird, wer Anna wirklich ist, kommt eine schmerzhafte, kaum erträgliche Wahrheit zu Tage…   Als Produzenten fungieren Felix Vossen und Christopher Simon (»Boogie Woogie«, »The Proposition«) für Embargo Films, Michael Eckelt für Riva Film (»Die Syrische Braut«, »Lemon Tree«) und Ilann Girard für Arsam International (»Lebanon«, »Goodbye Bafana«). Gefördert wird die Produktion durch die Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein und den Deutschen Filmförderfonds (DFFF).