10. Februar 2011
Berlinlae eröffnet heute eher unspektakulär

Recht ruhig eröffnet die Berlinale in diesem Jahr. Zwar werden die Coen Brüder mit ihrem neuen Streich »True Grit« (Foto) eröffnen und wie gemeldet werden bis auf Matt Damon auch alle Hauptdarsteller und die Herrn Regisseure persönlich erwartet. Doch viel mehr große Namen werden im Vorfeld nicht gehandelt. Zumindest wird auch ein politisch Zeichen gesetzt – für den verfolgten iranischen Regisseur Jafar Panahi und andere.
Wir können übrigens »True Grit« bereits ab 24. Februar im Kino erleben.
Einzige Aufregung vorab bietet Uwe Boll. Der berühmt-brüchtigte Regisseur kündigte an, Strafanzeige gegen Berlinale-Chef Dieter Kosslick erstatten zu wollen. Boll scheint verärgert, weil sein Film »Auschwitz« nicht zur Berlinale zugelassen wurde. Offizieller Anlaß aber seien Unregelmäßigkeiten bei der Anmeldegebühr für Festivalfilme. Konkrete Details wird Boll am kommenden Sonntag im Berliner Kino Babylon bekannt geben. Till hatte in diesem Jahr ja auch kein Glück.
Isabella Rossellini wird die Jury leiten, im Wettbewerb laufen 22 Filme, darunter 6 außer Konkurrenz. Die großen Namen fehlen, immerhin sind zwei deutsche Filme dabei, »Schlafkrankheit« von Ulrich Köhler, »Almanya - Willkommen in Deutschland« von Yasemin Samdereli (ab 10. März im Kino) und »El premio« (The Prize) von Paula Markovitch.
Erfahrungsgemäß bieten sowieso die Rahmenprogramme die interesseanten Entdeckungen. Der Publikumsandrang wird wohl wieder enorm.
Unter www.perlentaucher.de findet man die lesenswerte Rubrik Ausser Atem, die schön jenseits der ausgetretenen Berlinale-Pfade berichtet.