23. Dezember 2010

3D dämpft Umsatzrückgang in deutschen Kinos

Das Kinojahr 2011 in Zahlen vorab
3D dämpft Umsatzrückgang in deutschen Kinos
Wie Zukunft Kino Marketing mitteilte, ist die Bilanz für das aktuelle Kinojahr nicht so rosig. Lediglich die erfolgreiche Einführung der 3D Technologie sorgte mit erfolgreichen Filmen wie »Avatar« und höheren Ticketpreisen für eine spürbare Dämpfung des Rückganges. 16,9 Prozent Besucherrückgang und vier Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, so lautet die Bilanz des bisherigen Kinojahres in Deutschland (bis einschließlich 12. Dezember) Demnach brachten 114.313.995 Besucher den Kinos in diesem Jahr einen Umsatz von 847.165.540 Euro. "Immer mehr Leinwände werden auf 3D umgerüstet, was den Umsatz weiter vorantreibt. Bei den Besucherzahlen merken wir unabhängig von der WM, dass sie sich schon seit fünf Jahren konstant zwischen 125 und 140 Mio. einpendeln. In diesem Rahmen werden wir uns bis zum Jahresende voraussichtlich auch bewegen. Der Umsatz ist jedoch auf Grund von 3D in den Jahren 2009 und 2010 wesentlich gestiegen", erklärt stellvertretende HDF-Vorstandsvorsitzende Andreas Kramer das im Vergleich zum Besucherrückgang moderate Umsatzrückminus. Erfolgreichster Film des Jahres 2010 ist »Avatar - Aufbruch nach Pandora« mit rund 11,2 Mio. Besuchern einen Umsatz von mehr als 114 Mio. Euro generierte. Auf Platz zwei folgt »Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1« (4,5 Mio. Besucher / 35,8 Mio. Euro), gefolgt von »Alice im Wunderland« (knapp drei Mio. Besucher / 28,3 Mio. Euro). Deutsche Filmen waren dieses Jahr nicht so erfolgreich, besucherstärkster deutscher Film mit gut 1,5 Mio. Besuchern (ca. 10,4 Mio. Euro) ist uberraschend »Friendship!« (Foto), umsatzstärkster deutscher Film »Resident Evil: Afterlife« (rund 11,6 Mio. Euro bei 1,1 Mio. Besuchern), allerdings nur dank des 3D-Zuschlags. VdF-Geschäftsführer Johannes Klingsporn blickt optimistisch für 2011 nach vorn und verweist auf kommende starke Filme. "Insbesondere der deutsche Film ist nächstes Jahr mit sehr vielfältigen und überaus spannenden Produktionen vertreten. Das Spektrum reicht von Wim Wenders »Pina« in 3D, »Der ganz große Traum des Konrad Koch« mit Daniel Brühl über Til Schweigers Komödie »Kokowääh« und Matthias Schweighöfers Regiedebüt »What A Man« bis hin zu internationalen Koproduktionen wie »Unknown« mit Liam Neeson und Bruno Ganz". Und setzt bei der Jahreshauptversammlung des Verbands im November einen drauf: "Das sehr attraktive Filmangebot 2011 lässt Großes hoffen. Ich halte es für durchaus realistisch, dass wir nächstes Jahr die Eine-Milliarde-Umsatzmarke knacken."