9. März 2010

Michael Winterbottom zieht es ins

Skandal bei der Berlinale mit »Killer Inside Me«
Michael Winterbottom zieht es ins
Michael Winterbottom wird sich in seinem nächsten Regieprojekt »Promised Land« mit dem arabisch-israelischen Konflikt im Zusammenhang mit der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948 befassen. Als Darsteller sind derzeit Colin Firth, Matthew MacFadyen und Jim Sturgess mit an Bord, Sturgess soll einen britischen Offizier verkörpern, der gegen jüdische Extremisten kämpft. Produziert wird der Film, der aus der Sicht beider Seiten erzählt wird, von Winterbottom in Zusammenarbeit mit seinem Partner bei Revolutions Films, Andrew Eaton. Die Dreharbeiten zu dem mit rund drei Mio. britischen Pfund (rund 3,5 Mio. Euro) budgetierten Films sollen noch in diesem Sommer beginnen. Michael Winterbottoms aktueller Film »Killer Inside Me« mit Casey Affleck, Jessica Alba und Kate Hudson sorgte aktuell bei der Berlinale wegen seiner teils drastischen Gewalt- und brutalen Sexszenen für Ärger. Die Geschichte basiert basiert auf einem Roman des aus Oklahoma stammenden Kriminalschriftstellers Jim Thompson (1906 –1977), der als Drehbuchautor für Stanley Kubrick arbeitete und mit seinen Romanen die Vorlage für Filme wie »Getaway« (Sam Peckinpah, 1972), »Der Saustall« (Bertrand Tavernier, 1981) und »The Grifters« (Stephen Frears, 1990) geliefert hat. „Der Mörder in mir“ – 1952 erschienen und 1976 bereits schon einmal, vom Regisseur Burt Kennedy mit Stacy Keach in der Hauptrolle, verfilmt – gehört zu den persönlichsten Werken dieses oft unterschätzten Autors, dessen Vater in Oklahoma als Sheriff arbeitete, bis er wegen Veruntreuung angeklagt wurde und nach Mexiko floh.. Winterbottom entführt den Zuschauer in eine texanische Kleinstadt in den 50er Jahren, mit Cadillacs, Cowboyhüten und Rock&Roll-Musik. Provinz-Sheriff Lou Ford (Casey Affleck) halten alle für einen netten Kerl, entpuppt sich aber als psychopathischer, sadistischer Killer.