Po-lin: Spuren der Erinnerung
Regie: Jolanta Dylewska, Polen/Deutschland 2008, 85 Min.
Im polnischen Schtetl der 1930er Jahre lebten Juden und Polen Seite an Seite, das gemeinsame Leben war Normalität. Geblieben sind davon nach dem Krieg nur verstreute Ruinen, Erinnerungen, Lieder und Fotos. Der Regisseurin Jolanta Dylewska gelingt es durch die Montage seltener Amateuraufnahmen, diese verschwundene Welt sichtbar zu machen, den Alltag osteuropäischer Juden während der Zwischenkriegszeit lebendig werden zu lassen. Es entsteht das bewegende Porträt einer Kultur, die bald danach ausgelöscht wurde.