1. Juli 2011
Drehstart zur Juli-Zeh-Verfilmung »Schilf«

Seit 3. Mai inszeniert Claudia Lehmann »Schilf« nach Juli Zehs gleichnamigem Bestseller an Originalschauplätzen in Thüringen.
X Verleih AG wird den Film im nächsten Jahr in die deutschen Kinos bringen. Gedreht wird bis Anfang Juni in Jena, Erfurt, Weimar und Genf.
Mark Waschke (»Buddenbrooks«, Foto von den Dreharbeiten, Foto: WDR/Thomas Kost ) spielt den Physiker Sebastian, der in einen Gewissenskonflikt gerät, als sein Sohn entführt wird und er zu seiner Befreiung einen Mord begehen soll.
Juli Zeh entwirft in ihrem dritten Roman das Szenario eines Mordes, wie wir es uns bisher nicht vorstellen konnten. Virtuos treibt sie ihre Geschichte bis zum grotesken Finale und erklärt ganz nebenbei ein physikalische Phänomen der Zeit.
Stipe Erceg spielt Sebastians Physikerfreund und Bernadette Heerwagen (»Die kommenden Tage«) Sebastians Frau.
»Wir haben nicht alles gehört, dafür das meiste gesehen, denn immer war einer von uns dabei. Ein Kommissar, der tödliches Kopfweh hat, eine physikalische Theorie liebt und nicht an den Zufall glaubt, löst seinen letzten Fall. Ein Kind wird entführt und weiß nichts davon. Ein Arzt tut, was er nicht soll. Ein Mann stirbt, zwei Physiker streiten, ein Polizeiobermeister ist verliebt. Am Ende scheint alles anders, als der Kommissar gedacht hat - und doch genau so. Die Ideen des Menschen sind die Partitur, sein Leben ist eine schräge Musik. So ist es, denken wir, in etwa gewesen.« Mit diesen Worten beginnt eine unerhörte Kriminalgeschichte, die der Gegenwart und dem Leser alles abverlangt.