11. November 2010
Bond in der Insolvenz

Endlich ist es geschafft. Ein geordnetes Insolvenzverfahren soll für Metro-Goldwyn-Mayer (MGM), eine der bekanntesten und tradtionsreichsten US-amerikanische Filmproduktions- und Filmverleihgesellschaft, einen Neustart ermöglichen.
Im Rahmen der Sanierung der insolventen Filmdiva wird auch einer ihrer größten Schätze aktiviert. So soll das nächste James-Bond-Abenteuer im November 2012 weltweit in die Kinos kommen. Genau 50 Jahre nach dem Start des ersten 007-Films »Dr. No«.
Auch im 23. Bond-Abenteuer wird Daniel Craig den weltbekannte Geheimagenten seiner Majestät spielen. Bisher waren auch u. a. Judi Dench geplant und der Oscar prämierte Sam Mendes (»American Beauty«) sollte Regie führen und damit die Reihe sicherlich aufwerten.
Anfang diesen Monats stimmten die Gläubiger des Studios dem Plan für ein Insolvenzverfahren zu. Am Ende sollen die Gründer der Filmproduktionsfirma Spyglass Entertainment (»The Sixth Sense«, aktuell »The Tourist«, ab 16. Dezember im Kino), Roger Birnbaum und Gary Barber, die Führung übernehmen. Auf dem Traditionsstudio lastet ein Schuldenberg von rund vier Milliarden Dollar.
Geplant ist in den Folgejahren alle zwei Jahre ein neues Bond-Abenteuer für einen Herbst-Kinostart zu produzieren. Immerhin stammt das letzte Bond-Abenteuer »James Bond 007: Ein Quantum Trost« (Foto) bereits aus dem Jahre 2008.
MGM will einen 50-prozentigen Anteil am 23. Bond-Film halten und sucht derzeit noch nach einem gleichberechtigten Partner, der im Gegenzug jedoch die gesamten Produktionskosten des Films tragen soll. Die künftigen Agenten-Abenteuer will dann die sanierte MGM dagegen alleine stemmen.