28. Mai 2010

Erleuchtung kommt nach Bayern

Marcus H. Rosenmüller dreht Culture Clash-Komödie »Orange«
Erleuchtung kommt nach Bayern
Das neue Projekt von Regisseur Marcus H. Rosenmüller (»Wer früher stirbt, ist länger tot«) ist die Culture Clash-Komödie »Orange« über jene Zeit, als Selbsterfahrung noch kein Mainstream und die bayerische „Seele“ noch nicht lässig war.  Für die Sannyasin-WG konnten Petra Schmidt-Schaller, Amber Bongard, Georg Friedrich, Oliver Korittke, Chiem van Houweninge und Brigitte Hobmeier gewonnen werden. Die Dorfbewohner werden u.a. von Heinz-Josef Braun und Bettina Mittendorfer dargestellt. Gedreht wird noch bis Anfang Juli 2010 in und um Oberbiberg. Ein erstes Foto gibt Einblicke in die »Orange«-WG (Foto: Roxy Film/Odeon Pictures, Christian Hartmann): Die Sannyasin-WG von links nach rechts - Daniel Zillmann (als Jogi), Bela Baumann (als Fabian), Amber Bongard (als Lili), Petra Schmidt-Schaller (als Amrita), Oliver Korittke (als Gopal), Daniela Holtz (als Brigitte), Georg Friedrich (als Siddharta) und Wiebke Puls (als Chandra).   »Orange« wird im Spätsommer 2011 in die Kinos kommen. Die Komödie ist eine Produktion von Odeon Pictures und Roxy Film. Der Film entsteht in Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk und in Zusammenarbeit mit arte.   Die Story: Eine Gruppe Sannyasins zieht zu Beginn der 80er Jahre von Berlin auf einen Bauernhof in einer kleinen Gemeinde mitten in Oberbayern - Urschreitherapie und Vollkornschrot treffen auf Schützenverein und fest gefügte Horizonte. Mittendrin die zwölfjährige Lili mit ihrem Bruder Fabian und ihrer Mutter Amrita (Petra Schmidt-Schaller). Die Dorfbewohner beobachten die Bhagwan-Anhänger mit neugierigem Misstrauen. Die stets orange gewandete „WG“ ist ihnen mehr als suspekt, und nicht nur der erzkonservative Nachbar und Bürgermeister findet es alles andere als unwahrscheinlich, dass die Sannyasins mindestens auch Verbindungen zur RAF unterhalten... und Schlimmeres. So gerät insbesondere Lili zwischen die Fronten: nicht zuletzt in der Schule wird sie von den anderen Kindern gemieden. Sie hat es satt, „etwas Besonderes“ zu sein. Und was ist eigentlich so schlecht an einem ganz normalen, spießigen Familienleben? Lili beginnt, ein Doppelleben zu führen: Zu Hause trägt sie weiter Orange, lebt vegetarisch und reißt linksalternative Sprüche. Für die Schule aber tauscht sie orange Pluderhosen gegen grauen Faltenrock und betet mit den anderen das „Vater Unser“. Lange kann der Spagat zwischen Om und Amen natürlich nicht gut gehen...