Hara-Kiri - Tod eines Samurai

Drama, Japan/Großbritannien 2011, 126 min

Takashi Miike gilt in Japan als ein kontrovers diskutierter Kultregisseur. Seinen internationalen Ruf eroberte sich der Workoholic (mindestens drei Filme pro Jahr) mit Horrordramen (»Audition«, »The Call«) oder knallharten Yakuza-Filmen. In den letzten Jahren hat er sich auch mehrfach am klassischen Samuraifilm versucht, von denen »Hara-Kiri« der bemerkenswerteste ist.
Basierend auf einer mehrfach verfilmten Novelle (die Fassung von Masaki Kobayashi aus dem Jahr 1962 war Dauerbrenner in DDR- Filmklubzeiten), erzählt er die Geschichte des verarmten Samurai Motome. Im einst kriegerischen Japan herrscht Friede, Samurais werden nicht mehr gebraucht und ziehen bettelnd durchs Land. Sie bieten ihren ehemaligen Fürsten an, an deren Hof den rituellen Selbstmord zu begehen in der Hoffnung, mit einem Almosen wieder fort geschickt zu werden. Doch bald haben die Fürsten die getarnte Bettelei satt und an Motome soll ein Exempel statuiert werden.