Scream 4

Horror/Thriller, USA 2011, 104 min

Ja, es ist jeden Monat wieder eine wirkliche Last mit den ewigen Wiederholungen, und man weiß auch gar nicht, ob man das jetzt verurteilen soll, oder ob der nächste Ossi sich nicht aus dem Kinosessel schält und meint, dass es von der Olsenbande ja auch nicht nur vier Filme gab, sondern gleich zehne mehr. Womit wir dem Mann im Prinzip Recht geben müssen. Was heißt das also jetzt? Das heißt, wenn Wes Craven in dem Tempo weiterarbeitet, kommt »Scream 14« im Jahre 2063 auf den Markt und ich bin 99. Aber beschäftigen wir uns erstmal mit dem Hier und Jetzt. Sidney Prescott (Neve Campbell) hat ihre traumatische Vergangenheit in einem Buch veröffentlicht und ist damit auch sehr erfolgreich. Nun soll sie im Rahmen ihrer Lesepromotiontour natürlich auch erstmalig nach zehn Jahren wieder nach Woodsboro zurückkehren.
Herzlich wird sie von den damaligen Mitüberlebenden Ex-Sheriff Dewey (David Arquette) und der Journalistin Gale (Courteney Cox), welche nunmehr verheiratet sind, begrüßt. Natürlich sind wir nicht wieder in Woodsboro, um das seltene Paarungsverhalten von Maulaffen zu studieren, sondern den 15. Jahrestag der Edvard Munch-Morde zu begehen, der natürlich, wer hätte es geahnt, just an diesem Tag wieder beginnt. Alles startet natürlich mit einem Telefonat der andern Art, und schon müssen Sydneys Freunde und Verwandte schreiend um ihr Leben rennen. Doch die Spielregeln von Ghostface habe sich etwas geändert und man sollte die Horrorfilmkonventionen 2,0 beherzigen, um irgendwie unbeschadet aus der messerscharfen Situation zu kommen. So ich geh mir erstmal ne Munchmaske für 8,85 auf ebay schießen, um dann mal ordentlich die Redaktionsweiber durchs Büro zu jagen.
Ray van Zeschau (I had a scream)