Transformers: Dark of the Moon

Action/Abenteuer, USA 2011, 155 min

Nach dem ich Weihnachten 89 erstmalig für meinen kleinen Bruder Transformers ins Tal der Ahnungslosen brachte und zuvor in der Spielzeugabteilung des KDW fast einem Farbkoller erlegen wäre, kommt nun Transformers Teil 3 der Bäumchenwechseldichsaga in die Kinos. Nach dem der letzte Transformersfilm »Die Rache« inhaltlich so ziemlich abgenippelt war, glänzt »Dark of the Moon« wieder etwas mehr durch Originalität, Inhalt und Augenzwinkern. Gehen wir also zurück. Ich bin gerade fünf Jahre alt, als Neil Armstrong am 21. Juli 1969 um 02:56:20 koordinierter Weltzeit den Mond betritt und seinen berühmten Satz aufsagt. Das entspricht aber nicht ganz dem, was die ersten Mondfahrer auf unserer Abendbeleuchtung finden werden. Ganz alienlike stoßen die Astronauten, natürlich unter Ausschluss der Öffentlichkeit, auf das Wrack eines Raumschiffes. Im Prinzip sieht innen alles wie ein gigantischer Schrottplatz aus, und offensichtlich scheint auch niemand zu Hause zu sein. Die Belegschaft dokumentiert alles gründlichst und macht sich auf den Heimweg. Die Menschheit und Wernher freuen sich, doch die Entdeckung wird bereits wie die Nummer aus Roswell geheim gehalten. Ganze 40 Jahre, bis es plötzlich rappelt im Karton und ein bislang unbekannter Hastenichtgesehen seine Generatoren anschmeißt. Der soeben Erwachte nennt sich Shockwave und ist der oberste Generalsekretär des Planeten Cybertron, wo die Transformers eigentlich polizeilich gemeldet sind. Die Auferstehung Shockwaves entfacht den Krieg zwischen den Decepticons (Böse Roboter) und den Autobots (ganz gute Roboter) aufs neue. Diesmal geht es aber nicht um irdische Dinge wie Würste und andere länger haltbare Lebensmittel, sondern, ja klar und so oft, ums große Ganze, die definitive Entscheidungsschlacht trala bum bum. Hier soll von den Bösewichten die Sonne zur Energiegewinnung angezapft werden, was neben Fukushima und der Errichtung der Waldschlösschenbrücke natürlich katastrophale Folgen für die Erde hätte. Das wollen wir natürlich alle nicht, weshalb wieder Shia LaBeouf als Sam Witwicky unterwegs ist, der bereits bei „Indiana Jones und der Kristallweizenschädel“ als haargesprayter Rockabilly für den ländlichen Bereich zu enttäuschen wusste. Viel Scherbel plus Krawum und ansonsten wie immer Good Luck, Mr. Gorsky!*
Ray van Zeschau (Raketenkommandeur)

*als Neil Armstrong nach seinem ersten Mondspaziergang die Raumfähre betrat, soll er „Good Luck, Mr. Gorsky“ ins Mikro gesagt haben. In seiner Kindheit war Mr. Gorsky Armstrongs Nachbar. Beim Baseballspielen soll einmal der Ball vor Herrn Gorskys Schlafzimmer gelandet sein. Beim Holen hörte der junge Neil, wie Frau Gorsky ihren Mann anschrie: „Oralsex? Oralsex willst du? Du bekommst deinen Oralsex, wenn das Nachbarskind auf dem Mond spaziert!“

Buch: Ehren Kruger

Regie: Michael Bay

Darsteller: Shia LaBeouf, Rosie Huntington-Whiteley, Patrick Dempsey, Josh Duhamel, John Malkovich, Frances McDormand

Kamera: Amir M. Mokri

Musik: Steve Jablonsky

Bundesstart: 29.06.2011

Start in Dresden: 29.06.2011

FSK: ab 12 Jahren