Herbie Fully Loaded

Komödie/Abenteuer, USA 2005, 101 min

Eigentlich kennt Herbie, außer ein paar zugezogenen Wessis, in Dresden niemand. Gut, ein paar vielleicht, die zu Ostzeiten mal in ein TV-empfangstechnisch begünstigteres Stück DDR gefahren sind, um dort bei Verwandten oder Freunden in die Idiotenlaterne zu glotzen. Herbie ist so was ähnliches wie »Go Trabbi go« nur dass Herbie ein VW Käfer ist, der aber wesentlich mehr drauf hat als Nerv-Stumpis Trabant Schorsch. Herbie erblickte, wie die so uns ans Kinoherz gewachsenen Zombies 1968 das Licht der Kinoprojektoren und hatte in Folge aber mit mehr Fortsetzungen aufzuwarten. Der tolle Käfer Herbie ist im Prinzip ein Personenkraftwagen mit einer sich physisch manifestierenden Seele, an die vor allem der deutsche Fahrzeugführer in seinem KFZ glaubt. Seit 1968 hatte der vernunftbegabte Käfer die dollsten Abenteuer zu bestehen, die bis in den Bereich der Kriminalität hineinreichten. Der aktuelle Herbie-Film kommt da eher bieder und laschwürstig über die mühevoll geklöppelte Leinwand und die Dramaturgie hinterlässt dann doch schon einiges Hirnrunzeln bei den Erwachsenen, die aus aufsichtspflichtigen Gründen ihre Wänster ins Kino begleiten müssen. Selbst Top-Darsteller wie Matt Dillon oder Michael Keaton rufen hier nur ihr schauspielerisches Grundprogramm ab. Ach so! Für alle, die wissen wollen, um was es geht: Junge Amitorte (Lindsay Lohan) bekommt Auto (Herbie) von Vati (Michael Keaton), Auto lebt, Amitorte will Rennen (NASCAR und so was) fahren, Renn-Machismo (Matt Dillon) fühlt sich herausgefordert, Rennen wird ausgetragen, Amitorte gewinnt und ganz Amerika ist glücklich. Und der Käfer? ...der läuft und läuft und läuft und läuft...und jetzt habe ich doch glatt einen Käfer auf meinem Läufer zertreten.