Darf ich bitten?

Komödie, USA 2004, 100 min

Oder wollen wir erst tanzen? Nein, der zweite Teil gehört nicht mehr zum Filmtitel. Für alle Fans: Der schöne Richard Gere ist wieder auf der Leinwand! Diesmal hat er Jennifer Lopez am Wickel.
Eigentlich führt Anwalt John Clark (R. Gere) ein zufriedenes Leben. Aber irgend etwas fehlt.
Als er eines Abends einer attraktiven jungen Frau (J.Lo.) spontan in ein Tanzstudio folgt, erwacht eine ungeahnte Leidenschaft in ihm: Er meldet sich für einen Tanzkurs an und bereitet sich schon kurz darauf fieberhaft auf den größten Tanzwettbewerb Chicagos vor - sehr zur Verwunderung seiner Frau (Susan Sarandon), die sich nicht erklären kann, wo ihr Gatte seine freie Zeit verbringt.
Bemerkenswert die einsame, verblühte Schönheit Miss Mitzie (Anita Gillete) oder der Latino-Tänzer, Johns glatzköpfiger Kollege Stanley Tucci mit Perücke, falschen Zähnen und Selbstbräuner.
Buena Vistas Herbsthighlight des britischen Regisseurs Peter Chelsom ist ein Remake des gleichnamigen japanischen Überraschungshits von 1997, in dem ein verheirateter Anwalt seine Leidenschaft für eine Tanzlehrerin - und das Tanzen entdeckt. Das eng am Originaldrehbuch orientierte Skript wird durch das glänzende Starensemble aufgepeppt und erweist sich als federleichte Romanze im Stil von »Die Braut, die sich nicht traut«.
Chelsom hat mit seinen unkonventionellen Blackpool-Komödien »Hear My Song« und »Funny Bones« eine bemerkenswerte Visitenkarte als Komödienspezialist mit einem Händchen für das Schrullige und Abseitige abgegeben.
Mit »Darf ich bitten?« nimmt er endgültig von seiner englischen Heimat Abschied und dürfte damit entsprechend in Hollywood Fuß fassen.