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Marie Curie

Drama/Biographie, Polen/Deutschland/Frankreich 2016, 100 min

Noch immer ist eine polnische Wissenschaftlerin die einzige Person, die zwei Nobelpreise in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen erhalten hat, Marie Sk?odowska, wie sie bis 1895 hieß, bevor sie Pierre Curie heiratete. Vom Studium der Mathematik gelangte die talentierte Polin über mehrere Stationen in die Nähe des französischen Physikers und schnell begannen sich beide für jene ungewöhnliche Strahlung zu interessieren, die Marie Curie zum ersten Mal als „radioaktiv“ bezeichnen sollte. Welchen Gefahren sich die Curies bei den aus heutiger Sicht lebensgefährlichen Experimenten aussetzten, wusste damals noch niemand. Die Euphorie überstrahlte alles. Wenn Marie einem neu entdeckten chemischen Element den Namen Polonium gab, zu Ehren ihrer Heimat, und ein anderes ihrer täglichen Forschungsobjekte mit Radium bezeichnete, mag man erahnen, wie teuer sie ihren ersten Nobelpreis erkauft hat. Marie war die erste Frau, der man diese Auszeichnung zugestand, sie hielt ebenfalls als erste Frau an der Sorbonne Vorlesungen, als sie den Lehrstuhl ihres Mannes übernahm, denn Pierre Curie kam 1906 unter die Räder einer Pferdekutsche und hinterließ eine von der Strahlenkrankheit gezeichnete Frau und zwei Kinder. Marie trauerte um ihren Mann, litt an Depressionen und nicht zuletzt an den Symptomen ihrer gefährlichen Arbeit. Und doch brannte ihr etwas anderes einen ""lebenslangen Fleck der Schande"" auf die Stirn; Marie verliebte sich neu. Und zerstörte damit eine französische Ehe. Sie, die eine Ausländerin war, eine Jüdin… eine Studierte noch dazu. Die es wagte, dem verheirateten Physiker Paul Langevin als emanzipierte Frau entgegen zu treten. Und die nun Gefahr lief, ihren zweiten Nobelpreis verweigert zu bekommen, weil französische Zeitungen sich überschlugen, den Briefwechsel „der polnischen Hure“ zu veröffentlichen. Sie konnte doch nicht allen Ernstes dem schwedischen Komitee vorschlagen, es möge auch alle männlichen Kollegen ausladen, die jemals eine Affäre hatten…
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