Sin Eater - Die Seele des Bösen

Thriller/Horror, USA 2003, 102 min

Man stelle sich vor, vorausgesetzt man ist katholischen Glaubens, es gäbe ein Wesen, das Sündern, denen die Kirche die heiligen Sakramente verweigert, die Absolution dennoch erteilen kann, in dem es diese Sünden auf sich nimmt. Dieses Wesen ist hier der titelgebende und tief leidende Antiheld. Diesem Sündenesser gegenüber besteht, so der Fim von Oscarpreisträger, Regisseur und Produzent Brian Helgeland (»Payback«), innerhalb der Kirchen ein Geheimorden, der heute nur noch drei Mitglieder hat: Alex (Heath Ledger), ein junger New Yorker Priester, sein Pariser Kollege Thomas (Mark Addy) und ihr alter römischer Mentor Dominic (Francesco Carnelutti). Ausgelöst durch den angeblichen Selbstmord Dominics, beginnt Alex eine Untersuchung der Todesumstände seines Freundes. Die Nachforschungen reißen ihn in einen Strudel des unvorstellbar Bösen, konfrontieren ihn im Folgenden mit Intrigen, Mord und der Erkenntnis, dass es ein Schicksal gibt, das schlimmer ist als der Tod. Letztendlich stellt sich ihm die Frage, wer dem gequälten und unsterblichen Sündenesser denn nun seine Schuld abnehmen und somit die Absolution erteilen kann. Der kann nämlich nicht noch mehr Schuld auf sich laden; Irgendwann ist der größte Topf auch einmal voll. Der Film ist ein aufregendes und aufwändiges Drama aus der Schattenwelt der katholischen Kirche, man muss nur daran glauben.