Hostel

Horror, USA 2005, 93 min

Die beiden abenteuerinteressierten College-Freunde Paxton (Jay Hernandez) und Josh (Derek Richardson) sind mit Ruck und Sack auf der Reise quer durch Europa und wollen nur das eine: Sex, Drugs … auch Alkohol und wenn es geht mit Nachschlag. In Oli (Eythor Gudjonsson), einem Isländer, finden sie einen Verbündeten auf ihrem Rauschfeldzug durchs alte Europa. In Amsterdam bekommen sie dann auch einen unglaublichen Geheimtipp, der von einer freizügig paradiesischen Herberge mit atemberaubenden und vor allem willigen Schönheiten in der Slowakei berichtet. Das brünftige Trio macht sich also auf, um tatsächlich die kühnsten Abenteuer im Bereich der Sexualität mit Damen aus der Region zu erleben. Doch letztendlich ist im Hostel doch alles zu schön, um ungestraft zu poppen. Das slowakische Herrenparadies entpuppt sich als astreine Falle und für die drei Protagonisten zur unglaublichsten perversen Bluthölle auf Erden. In unserer so wundersamen westlichen Gesellschaft gibt es eigentlich nur noch einen letzten Kick, ein letztes Tabu, das mit Geld nicht zu bezahlen ist: Die Tötung eines Menschen. Die Herberge ist aber genau der Ort, an dem sich reiche Ausländer ihren letzten Perversionen hingeben können, ohne irgendwie mit Konsequenzen rechnen zu müssen. Prädikat: Aua, bitter und böse. Der Film ist zwar nicht ganz so blutig wie »The Hill Have Eyes«, aber um so gemein-zorniger gestrickt und alle drei Kollegen müssen trotzdem ordentlich Körpersäfte lassen. »Hostel« ist seit »Saw« und den Horrorstreifen der 70er Jahre wieder mal ein ordentlich dreckiger Film, der sich genügend Zeit nimmt, uns die Darsteller ans Herz zu legen, um uns hernach das einzeln erlebte Leid so nah wie möglich zu bringen. Also Obicht beim Einchecken in Ralle Schweders Hostel-Mondpalast. Unterkellert ist der Laden allemal.