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Gorgonà

Action/Drama, Griechenland 2024, 95 min

Eine dystopische Vision wird zur Realität. Griechenland versinkt im Chaos, die gesellschaftlichen Strukturen lösen sich auf, Ressourcen werden knapp. Die verbliebenen Städte werden von Bandenkriegen dominiert, von Kämpfen um Wasser, Treibstoff und - Frauen. In dieser sich auflösenden, von Gewalt bestimmten Gesellschaft wächst Maria (Melissanthi Mahut) heran. Sie ringt um Anerkennung, es gelingt ihr sogar, sich eine gewisse Sicherheit zu erkämpfen. Doch das hat auch zur Folge, dass Bandenchef Nikos sie gegen den Widerstand seiner Anhänger als seine Nachfolgerin ankündigt. Maria findet sich plötzlich im Zentrum schwerer Machtkämpfe wieder. Als sie der mysteriösen Sängerin Eleni begegnet, eröffnet sich ihr ein anderer Blick auf die Situation, eine neue Perspektive. Die beiden Frauen stemmen sich gegen das patriarchale System und suchen nach einem Ausweg. »Gorgonà« ist der erste Spielfilm der griechischen Regisseurin und bildenden Künstlerin Evi Kalogiropoulou. In ihren Arbeiten setzt sich Kalogiropoulou mit postfeministischen Theorien auseinander, hinterfragt patriarchale Geschichtsschreibung und untersucht Zusammenhänge von Mythologie, Gesellschaftsstrukturen und Vorstellungen von Weiblichkeit. Mit verschiedenen Kurzfilmen machte sie bereits in Cannes und auf der Critics' Week auf sich aufmerksam. Inspiriert vom „Medusa“-Mythos, »Mad Max« und heimischem Genre-Kino lässt es die griechische Regisseurin in ihrer dystopischen Fabel über Rebellion, Selbstermächtigung und zwei verliebte Kämpferinnen in einem hyper-patriarchalischen Stadtstaat so richtig krachen.

Grit Dora