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Ulrich Müthers Häuser wirken, als kämen sie aus der Zukunft; in Wirklichkeit kommen sie aus der DDR. Der experimentierfreudige Ingenieur aus Binz/Rügen zauberte elegante Gebäude aus Beton, die sich zwischen den Plattenbauten ausnahmen wie Schmetterlinge. Sie gaben der Aufbruchstimmung in den 60er Jahren eine Form, die DDR war stolz und im Westen konnte man damit Devisen verdienen. So baute Müther mit seinen Bauarbeitern nicht nur von Rostock bis Dresden, sondern auch in Helsinki, Wolfsburg und Tripolis.
Die DDR war stolz, so etwas Schönes hatte der große Bruder im Osten nicht, und im Westen konnte man damit Devisen verdienen. So baute Müther mit seinen Bauarbeitern nicht nur von Rostock bis Dresden, sondern auch in Helsinki, Wolfsburg und Tripolis, vor allem Kuppeln für Planetarien.
Sein Vater gründete schon in den 20er Jahren die Baufirma, mit der Müther seine eigenwilligen Bauwerke ohne große Umwege selber umsetzen konnte.
Begleitet wurde er seit 1962 durch einen festen Stamm von Arbeitern.
Drei Bauarbeiter und Ulrich Müther sind die Hauptfiguren des Films. Sie erzählen von den Anfängen, der Aufbruchstimmung in den 60er Jahren, dem Bauen im Ausland, den Veränderungen durch die Wende und ihrem Leben heute.
So gesehen beschreibt der Film über die Architektur hinweg ein Stück Politik und Sozialgeschichte in der DDR.