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Nouvelle Vague

Drama, Frankreich 2025, 105 min

Der französische Spielfilm »Außer Atem« steht für eine Generation neuer Filmschaffenden und ist ein Must see für Cineasten. Der französische Regisseur Jean-Luc Godard gab 1960 damit sein Regiedebüt und drehte auf unkonventionelle Weise. Dieser Entstehung widmet sich der Regisseur Richard Linklater (»Blue Moon«) in seinem Film »Nouvelle Vague«, benannt nach der Strömung, die von der Gruppe französischer Regisseur:innen geprägt wurde, die das amerikanische Genre-Kino liebten und einen neuen Weg gingen. Linklater, selbst Amerikaner, schuf mit seinem Film eine wundervolle Hommage an das französische Kino von damals und erzählt die Geschichte des 28-jährigen Godard (Guillaume Marbeck). Dieser ist wie seine Freunde ursprünglich Filmkritiker bei der Cahier du Cinéma und sollte, nachdem sein Freund François Truffaut (Adrien Rouyard) bereits für seinen Film geehrt wird, endlich auch einen eigenen Film realisieren. Zusammen mit Truffaut schreibt er das Drehbuch, das ihm Türen öffnet und auch die bekannte amerikanische Schauspielerin Jean Seberg (Zoey Deutsch) für sein Projekt gewinnt. Zusammen mit dem unbekannten Schauspieler Jean-Paul Belmondo (Aubry Dullin) realisierte er spontan, ohne Continuity-Anspruch und mit vielen Zitaten seinen Film auf den Straßen von Paris. Der chaotische Filmdreh des stets unberechenbar agierenden Godard steht im Zentrum von Linklaters Film. Er näherte sich auch formal dem Original an, indem er den Film auf Französisch in Schwarz-Weiß und im gleichen Format drehte. Er führt Personen mit Beschriftungen ein und begeistert mit seiner Inszenierungs- und Spielfreude. »Nouvelle Vague« ist sowohl Liebeserklärung für Kenner:innen als auch Einladung zum Entdecken für jüngere Cineast:innen. Sicher werden danach mehr Kinofreunde »Außer Atem« sehen wollen.
Doreen