American Sweatshop

Mystery/Thriller, Deutschland/Belgien/USA 2025, 100 min

Soll noch mal einer sagen, deutsche Filmleute schaffen es nicht in den USA! Die Regisseurin von »American Sweatshop« ist der Gegenbeweis. Die in Leverkusen geborene Uta Briesewitz hat sich längst als A‑List‑Regisseurin für Serien in Hollywood etabliert. Ihre Liste ist lang und hochkarätig: »Altered Carbon«, »Black Mirror«, »Severance«, »Westworld« oder jüngst mehrere Folgen von »The Pitt«. Nun bekommt sie endlich ihr Spielfilmdebüt.
Im Zentrum steht Daisy (Lili Reinhart, bekannt aus 197 Folgen »Riverdale«, von denen ich jede einzelne gesehen habe - ja, ich gebe es zu). Die 25‑Jährige arbeitet in einem schmucklosen Großraumbüro in Florida und entscheidet tagein, tagaus, welche Videos im Netz gelöscht werden und welche bestehen dürfen. Nach getaner Arbeit kümmert sie sich um die Nachbarstochter. Wieder im Büro klickt sie sich lustlos durch die Meldungen und raucht in der Mittagspause gerne mal einen Joint.
Doch eines Tages entdeckt Daisy einen traumatisierenden Clip, der sie nicht mehr loslässt. Daisy ist davon überzeugt, dass die Gewalt gegen die Frau echt ist. Sie spricht bei dem Unternehmen, das das Video produziert hat, als „Model“ vor, um den Leuten näher zu kommen, die es gemacht haben.
Briesewitz ließ sich für »American Sweatshop« von dem Dokumentarfilm »The Cleaners« (2018) inspirieren, in dem Hans Block und Moritz Riesewick fünf reale Content‑Moderator*innen bei ihrer Arbeit begleiten. Ein Film, der zeigt, was hinter dem Bildschirm passiert und warum manche Dinge besser nicht gesehen werden sollten. Hmmm, was wurde eigentlich aus rotten.com?
José

Buch: Matthew Nemeth

Regie: Uta Briesewitz

Darsteller: Lili Reinhart, Daniela Melchior, Joel Fry, Christiane Paul, Jeremy Ang Jones

Kamera: Jörg Widmer

Musik: Michael Andrews

Bundesstart: 30.04.2026

Start in Dresden: 30.04.2026