Originalfassung mit UT
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Das etruskische Lächeln

Drama, USA 2018, 108 min

Auf den schottischen Hebriden steht Rory MacNeils Hütte direkt am Meer, wo der alte Haudegen jeden Morgen seinen 75-jährigen Körper in die Brandung wirft, bevor er zu seinem ersten Whisky greift. Sein Tagewerk beschließt er regelmäßig im Pub. Weil ihm dort todsicher sein Lieblingsfeind begegnet. Und was wären ein paar Pinten am Abend ohne das Vergnügen, eine über 200 Jahre währende Familienfehde zu pflegen. Als MacNeil nach San Francisco aufbricht, um die Familie seines Sohnes Ian (JJ Feild) zu besuchen, ahnt er noch nicht, dass ihm dort undenkbare Dinge gelingen werden. Seinen Sohn hat er 15 Jahre nicht gesehen. Dass der Junge als erfolgloser Chemiker vom Geld des reichen Schwiegervaters ein Molekular-Restaurant eröffnen will, in dem die Tische auf ein Jahr im Voraus ausverkauft sind, kann ihm MacNeil bei einer Flasche Whisky ausreden. Ians Frau heilt der frisch gebackene Großvater von der Idee, dass der kleine Jamie einen eigenen Terminkalender braucht, um sein Leben autonom zu gestalten. Und schließlich nennt er den Arzt, der ihm seinen Prostatakrebs im letzten Stadium diagnostiziert einen traurigen Versager, weil der sich weigert, MacNeil ein Zeitfenster zu benennen. Dabei hat der schottische Brummbär noch etliche, wichtige Dinge zu erledigen. Als Claudia (Rosanna Arquette) ihm vom Lächeln der Etrusker erzählt, verliebt er sich. Als er von einem Sprachlehrer gebeten wird, an der Uni sein wundervolles Gälisch für die nachfolgende Generation zu „hinterlegen“, fabuliert er wild drauf los. Und dann muss er dem kleinen Jamie noch das Laufen beibringen, damit er ihm seine schottische Heimat zeigen kann. Denn wo sonst sollte der Junge endlich Seanair zu seinem Opa sagen?
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