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Jussi Adler Olsen - Verachtung

Thriller/Kriminalfilm, Dänemark 2018, 119 min

Sie ahnten es bereits? Erbarmen, Schändung und Erlösung sind nicht genug; es braucht noch eine vierte Runde. Eine vierte hatte nämlich das Vorbild aus Schweden nicht zu bieten, aber nun Spaß beiseite, lustiger wird eh nicht (apropos Vorbild, die Adler-Olson Bücher & Filme bekamen ihre deutschen Titel nach Stieg Larsons Erfolgen, heißen aber eigentlich ganz anders). Im Dezernat Q pustet das eingespielte Ermittlerteam Carl Mørck (Nikolaj Lie Kaas) und Hafez el-Assad (Fares Fares) zumeist sehr dramatisch den Staub von alten Aktendeckeln und ermittelt in der Vergangenheit von düsteren Missetätern herum. Dieses Mal sparen sie sich den Weg ins Archiv und wischen die Spinnweben direkt von drei bildschön verwesten Leichen. Die sitzen artig hinter einer eigens errichteten Wand an einem Tisch mit vier Gedecken und gleich ist klar, hier hat sich jemand aus dem Staub gemacht. Die Ermittlungen führen zu einer Verbindung der Wohnungsmieterin und der drei Opfer mit einem dunklen Kapitel der dänischen Geschichte. Seit Mitte der Zwanziger Jahre wurde auf Sprogø, einer Insel im Großen Belt, eine Anstalt für „sozialhygienisch aussortierte Frauen"" geführt. Wobei der Schwerpunkt offiziell bei kriminellen und wegen Geisteskrankheit entmündigten Frauen lag. Tausende Zwangssterilisationen wurden auch noch nach dem Ende des 2. Weltkrieges durchgeführt, als Curt Wad (Anders Hove) von seinem Vater dessen rechtes Gedankengut, die Insel sowie die uneingeschränkte Macht über all diese liederlichen Frauen erbte. Diesen Mann gilt es nun zu stoppen, denn er hat sich keineswegs zur Ruhe gesetzt.
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