27. Juni 2017

Von Nazipornos zum Master

Roehler verfilmt »Subs«
Von Nazipornos zum Master

Oskar Roehler dreht derzeit in Köln seine Literaturverfilmung »Subs« nach den Roman „Subs“ von Thor Kunkel. Die Hauptrollen in der Gesellschaftssatire spielen Oliver Masucci, Katja Riemann, Lize Feryn und Samuel Finzi übernommen (Foto der Dreharbeiten: © Concorde Film / Molina Film, Tom Trambow).

Thor Kunkel erzählt in seinem Roman von einem gut situierten Pärchen, dass unter dem nicht ernst gemeinten Header "Sklave/in gesucht" eine Haushaltshilfe sucht. Daraufhin meldet sich tatsächlich ein Pärchen, das bereit ist, ein Herr-Sklave-Verhältnis einzugehen.

In einer Buchbesprechung war zu lesen, Thor Kunkel sei „der Oskar Roehler des Literaturbetriebs“. Die Verfilmung des Romans »Subs« ist ihre erste Zusammenarbeit. Auf das Ergebnis können wir gespannt sein.

Kunkel wurde 2004 mit seinem teils kontrovers diktiertem Buch „Endstufe" bekannt. Der rote Faden der fiktiven Handlung bleibt der Handel mit pornografischen Filmen, der von Angestellten des „SS-Hygiene-Instituts Berlin“ in Nord-Afrika betrieben wird. Obwohl die so genannten Sachsenwald-Filme zur Sammlung des renommierten Filmregisseurs und Sammler Werner Nekes, der auch Helge Schneider für den Film entdeckte, zählen, wurde die Authentizität dieser Filme zeitweise angezweifelt, dann wieder bestätigt.

»Subs« kommt 2018 in die deutschen Kinos.