Confession

Drama, Frankreich/Deutschland/Großbritannien 2012, 120 min

Sylvie Verheydes Kostümdrama wirkt wie eine Kreuzung aus Cary Fukunagas nebelverhangener »Jane Eyre«-Interpretation und Sofia Coppolas poppiger »Marie Antoinette«. Drogenrocker Pete Doherty und Von-Trier-Furie Charlotte Gainsbourg als Albtraumpaar der Saison - das kann ja heiter werden. Trotz der skandalösen Hauptdarsteller hält sich das romantische Historienstück nach einem Roman von Alfred de Musset in Grenzen mit Drogenexzessen und erotischen Überspitzungen.
Doch der Reihe nach. Octave (Peter Doherty) ist jung, attraktiv und überglücklich verliebt. Doch als er Zeuge der Untreue seiner geliebten Elise (Lily Cole) wird, schlägt seine Liebe in Verbitterung um und seine anfängliche Verzweiflung wandelt sich in Hochmut. Sein Lebensstil wird dekadent. Unter dem Einfluss seines Freundes Desgenais (August Diehl) wandelt sich Octave zum perfekten Verführer und Partylöwen. Obwohl diese Art zu leben seine Sehnsucht nach wahrer Liebe nicht zu stillen vermag. Als plötzlich sein Vater stirbt, wirft ihn das völlig aus der Bahn und er flüchtet aufs Land. Dort lernt er durch einen Zufall die junge, attraktive und warmherzige Witwe Brigitte (Charlotte Gainsbourg) kennen. In ihr sieht Octave etwas, das er schon lange verloren hatte. Er verliebt sich in sie, doch Brigitte versucht zunächst zu widerstehen, aber bald erliegt sie seinem vehementen Werben und die beiden werden endlich ein Paar. Zuerst übertönt die Leidenschaft alles, doch bald keimen wieder Zweifel und Misstrauen in Octave auf. Was ist, wenn jede Frau ihren Geliebten früher oder später betrügt? Gibt es so etwas wie wahre Liebe überhaupt, und lohnt es sich danach zu suchen?