Radio Rock Revolution

Komödie, Großbritannien 2009, 135 min

Dass es mal eine Zeit gab vor dem Rock'n Roll, ist schon schwer vorstellbar, aber dass diese prähistorische Ära auch bedeutete, dass im Radio den ganzen Tag Strangers In The Night oder Moon River lief, das grenzt nun wirklich an Zustände wie bei MDR Eins. In Großbritannien schreibt man das Jahr 1966, die Beatles befinden sich also fast schon wieder in Auflösung und Bob Dylan spielt immer lauter, aber beim englischen Rundfunk hat noch niemand begriffen, dass sich die Sechziger musikalisch ein wenig weg bewegt haben von Bing Crosby oder Peggy Lee. Ein paar pfiffige Jungs rund um The Count (Philip Seymour Hoffman) und Dave (Nick Frost) sind dabei das zu ändern. Sie senden von Bord ehemaliger schwimmender Radiostationen der englischen Kriegsmarine und erfinden so den Begriff Piratensender. Irgendwo in der Nordsee, außerhalb der englischen Hoheitsgewässer, liegt das Boot der Liebe, des Sex und Rock'n Rolls. Auf der Brücke die verwegensten RadioDJs und im Bauch des Schiffes jede Menge musische Seejungfrauen. Jetzt wird in See gestochen, und Leute, macht Musik an!!! Ich bin krank von dieser Stille. Eine Seefahrt, die ist doch schließlich lustig und alle 25 Millionen Hörer, die da im Königreich auf dem Trockenen sitzen, die wollen ja auch hören, dass Radio Spaß machen kann. Not amused zeigt sich die Regierung, allen voran Minister Dormandy, der alles daran setzen will, dieses unerträgliche, stumpfsinnige und prahlerische Völkchen auf den Meeresgrund zu schicken. Man stelle sich das mal vor, wie diese albernen, ungewaschenen Typen damit angeben, jeder von ihnen würde der Erste sein, der das F-Wort im Radio sagen würde und noch viel schlimmere Sachen. Und während sich Dormandy weiter echauffiert wie ein zu heiß gewaschener Pinscher, treffen auf hoher See immer neue Groopies, Platten und Drogen ein. Rund um die Uhr wird gesendet, und was läge näher, als bei all dieser tollen Musik nicht auch gleich eine Riesenparty zu veranstalten?

Buch: Richard Curtis

Regie: Richard Curtis

Darsteller: Gemma Arterton, Emma Thompson, Philip Seymour Hoffman, Bill Nighy, Rhys Ifans, Kenneth Branagh, Nick Frost

Kamera: Danny Cohen

Produktion: Working Title Films, Richard Curtis, Tim Bevan, Eric Fellner, Hilary Bevan Jones

Bundesstart: 16.04.2009

Start in Dresden: 16.04.2009

FSK: ab 12 Jahren