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Maria by Callas

Dokumentation, Frankreich 2017, 119 min

Nach heutigen Maßstäben war die 1923 in New York geborene griechisch-amerikanische Sopranistin Maria Anna Sofia Cecilia Kalogeropoulou ein Superstar. Ausgestattet mit einer großartigen Stimme, stand mit Maria Callas zum ersten Mal eine Primadonna auf der Bühne, die ihre Arien nicht allein auf bemerkenswerte Weise vortrug, sondern die ihren Rollen als Darstellerin solch ein Leben einhauchte, dass die Zuschauern der Atem stockte. Die Callas war ein dramatisches Gesamtkunstwerk, ein Medienstar und eine begnadete Sopranistin. Deren Stimme einen jungen Mann Namens Tom Volf fast vierzig Jahre nach ihrem Tod derart bezauberte, dass er vier Jahre lang um die Welt reiste und in sämtlichen Archiven für seinen Film recherchierte. Von Anfang an wollte er die Callas selbst ihre Geschichte erzählen lassen, wollte ausschließlich das dokumentarische Material sprechen lassen. Zu groß schien ihm die Diskrepanz zwischen dem, was aus hunderten Briefen sprach und was die Medien von ihr berichteten. Im Hause ihres langjährigen Dieners Ferruccio stieß Tom Volf auf ein unveröffentlichtes TV-Interview mit David Frost, welches ihm den roten Faden lieferte; das lebenslange Ringen zwischen der Callas, dieser öffentlichen Person und Künstlerin und der ganz privaten Maria. Welcher nur selten jemand das Recht zusprach, ebenfalls ein Leben führen zu dürfen. Zu sehr verlangte es die Menschen weltweit nach La Divina, nach der Göttlichen, und so investierte Maria all ihre Kraft in die Arbeit. Und entzog sich ihr aber auch, wenn die Kraft sie verließ. Dann wurde aus der Divina schnell eine Diva…
In Erinnerung bleiben wird ihre Stimme, welcher in dieser Dokumentation Zeit und Raum bekommt, zehn Arien vorzutragen; von Puccini über Verdi, Mascagni und Bizet bis zu Bellini.
Alpa Kino